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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Keine Spaten für Kandidaten
Zwischenüberschrift:
Baubeginn für die neue Sporthalle in Sutthausen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Wer Oberbürgermeister werden will, kann so eine Gelegenheit natürlich nicht auslassen: Beim ersten Spatenstich für den Bau der Sutthauser Turnhalle wollten auch Wolfgang Griesert und Reinhard Sliwka nicht im Abseits stehen. Aber der noch amtierende Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip entschied streng: " Kandidaten kriegen keine Spaten!"

Die Spulen waren abgezählt, alle nagelneu, ohne, ein Krümelchen Erde dran. Vier chromblitzend und drei mattschwarz lackiert, welcher Wahlkämpfer mag da widerstehen, seine handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen? Einen für den Oberbürgermeister, einen für Sutthausens Ortsbürgermeister Wolfgang Klimm und einen für Bürgermeister Dieter Schwarze. Einen für den Sportverein Rot-Weiß Sutthausen, einen für die Grundschule. Da waren' s nur noch zwei.

Jetzt sind wir aber mal dran, mögen sich in dem Augenblick die Dezernenten Sliwka und Griesert gesagt haben, die es auf Fips Sessel abgesehen haben. Doch ihr Dienstherr, der in früheren Jahren selbst bis zum Exzess öffentlichkeitswirksam den Spaten geschwungen hatte, ließ sie stumpf abblitzen. Notgedrungen stellten sich die beiden OB-Kandidaten in die zweite Reihe und ließen den Kindern von der Grundschule Sutthausen den Vortritt.

Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip legte seinen Regenschirm aus der Hand, auf dem ein Logo mit zwei Hasenohren prangte. Ein Geschenk vom Zentralverband Deutscher Kaninchenzüchter, wie der Schriftzug verriet. " Für Sutthausen ist heute ein schöner Tag", meinte Fip, seit über 30 Jahren warte der Stadtteil auf die Turnhalle. Mit einem Seitenhieb auf einen weiteren Dezernenten fügte er hinzu, was dem Spatenstich vorausgegangen war: " Unter Missachtung des Kämmerers hat der Rat beschlossen, die Halle zu bauen."

Zwei Millionen Euro veranschlagt die Stadt für den Neubau. Nach den Bauplänen wird das Gebäude 52 Meter lang und 36 Meter breit.

Die Halle selbst misst 44 mal 22 Meter. Auf der Tribüne können 125 Zuschauer Platz nehmen. Im Sommer 2007 soll sie fertig sein. Dann kann die alte Turnhalle hinter der Schule abgerissen werden. An ihrer Stelle ist ein Bolzplatz vorgesehen.

Mit verteilten Rollen bedankten sich die Klassensprecher des vierten Jahrgangs, dass die Zeit der Provisorien demnächst vorbei ist. Ihr Vortrag stockte zwischenzeitlich ein wenig, weil der Regen kurz zuvor ihre Spickzettel aufgeweicht hatte.

Einen Schub für den Sportverein Kot-Weiß Sutthausen verspricht sich Ortsbürgermeister Wolfgang Klimm von der neuen Halle: " Wir freuen uns alle und hoffen, dass es gut gelingt."

Keinen Stich hatten die beiden OB-Kandidaten Reinhard Sliwka und Wolfgang Griesert (hintere Reihe) beim symbolischen Spatenstich für die neue Sporthalle in Sutthausen. Foto: Jorn Martens
Autor:
rll


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