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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Der Tunnel im Tunnel wird nicht gebaut
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Neumarkt-Urteil im Juli
Artikel:
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Originaltext:
Der Tunnel im Tunnel wird nicht gebaut

Neumarkt-Urteil im Juli

OSNABRÜCK. Der viel diskutierte Tunnel im Neumarkttunnel wird auf keinen Fall gebaut. So weit sind sich die Stadt und Hausbesitzer Dr. Theodor Bergmann einig. Über alles Weitere im Streit um die neue Passage wird das Oberverwaltungsgericht Lüneburg am 18. Juli entscheiden.

Bergmann besitzt das Haus H& M und die Sportarena am Neumarkt. Unterirdisch waren die beiden Geschäftshäuser durch den alten Neumarkttunnel verbunden. Bergmann hatte sich die Nutzungsrechte vertraglich absichern lassen und dafür gezahlt. Durch den Umbau des Tunnels ist sein Nutzungsrecht verletzt worden, wie das Verwaltungsgericht Osnabrück in erster Instanz feststellte.

Im so genannten vorläufigen Rechtsschutzverfahren legte das Gericht fest, dass Bergmann auf den Bau eines Durchgangs von etwa 50 Meter Länge und zwei Meter Breite durch den heute geschlossenen Teil des Tunnels bestehen kann. Darauf verzichtet Bergmann jetzt. " Den Tunnel im Tunnel will doch wirklich keiner", sagte er gestern. " Warten wir also ab, wie das Gericht im Juli entscheidet."

Das Oberverwaltungsgericht wird am 18. Juli mündlich die Hauptsache verhandeln. Im Kern geht es um zwei Fragen: Sind die Rechte Bergmanns verletzt, und hat die Stadt bei einem Ratsbeschluss Verfahrensfehler gemacht? Der Fachbereichsleiter Recht der Stadt, Dr. Gerd Kuhl, sieht der Verhandlung gelassen entgegen. Das Gericht habe anklingen lassen, " nicht in allen Punkten dem Verwaltungsgericht Osnabrück folgen zu wollen".

Auch auf anderer Ebene nimmt die Neumarkt-Entwicklung Fahrt auf: Der Stadtrat brachte am Dienstagabend mit den Stimmen von CDU und FDP den veränderten Masterplan auf den Weg. In dem Aufstellungsbeschluss erklärt die Stadt verbindlich den Willen, den Bebauungsplan für den Neumarkt zu ändern. Grundlage der Planung ist der überarbeitete Masterplan. Die Kernpunkte: ein neues Eckhaus vor H& M und eine Einkaufsgalerie im ehemaligen Wöhrl-Komplex mit Haupteingang an der Ecke Neumarkt/ Johannisstraße. Die CM Immobilienentwicklung GmbH aus Münster sieht gute Chancen, den Wöhrl-Komplex zu vermarkten.

" Sie haben mit dem Masterplan 100.000 Euro in den Sand gesetzt", kritisierte SPD-Fraktionschef Ulrich Hus. Der Masterplan habe keine neuen Erkenntnisse gebracht. Den Wöhrl-Block in den Plan aufzunehmen sei eine alte Forderung der SPD gewesen. Sabine Bartnik (Grüne) sprach von Konzeptlosigkeit und unnötigem Zeitdruck. Der Tunnel sei für Millionen saniert worden und stehe jetzt im Weg.

Nikolaus Demann (CDU) sagte: " Es ist eine Freude, dass wir einen Investor gefunden haben, der den Neumarkt nach unseren Vorstellungen gestalten will." Das Andocken des Tunnels sei kein Problem, alle Verkehrsteilnehmer würden " auf Augenhöhe zufrieden gestellt" und der Neumarkt zu einer " Steigerung der Baukultur in der Stadt" führen. Uwe Twent (CDU) verteidigte den Masterplan, durch den erst Investoren auf Osnabrück aufmerksam geworden seien.

Interview Architekt Wilhelm Pörnter über den Masterplan Seite 19
Autor:
hin


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