User Online: 1 | Timeout: 01:41Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stadtplanung ist immer mit Zwängen verbunden
Zwischenüberschrift:
Pörtner: Neumarkttunnel lässt sich mit Planung verknüpfen - Kleinere Lösung betont den Platz vor dem Landgericht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Stadtplanung ist immer mit Zwängen verbunden

Pörtner: Neumarkttunnel lässt sich mit Planung verknüpfen - Kleinere Lösung betont den Platz vor dem Landgericht

rll OSNABRÜCK. Jetzt hat die Ratsmehrheit die kleinere Lösung für die " Aktivierung" des Neumarkts auf den Weg gebracht. Wilhelm Pörtner sagt, was er als Architekt darüber denkt. Er ist Vorsitzender des Bundes Deutscher Architekten Osnabrück-Weser-Ems (BDA).

Für den Neumarkt strebt die Ratsmehrheit jetzt eine kleinere Lösung an. Sehen Sie darin einen guten Einstieg oder einen falschen Ansatz?
Ich denke, von den Proportionen des Neumarkts und vom Format des Platzes ist es sicher die angemessenere Lösung. Insbesondere die Verknüpfung von der Großen Straße zur Johannisstraße wird von der Weiterführung der Baufluchten in den Neumarkt hinein profitieren. Städtebaulich wichtig ist aber auch der östliche Platzrand im Bereich der Hase.

Ist es nicht grundfalsch, eine Entwicklung auf den Weg zu bringen, ohne zuvor die Rahmenbedingungen für den fließenden Verkehr festzulegen?
Grundsätzlich ist Stadtplanung in einer so zentralen Lage eng mit Funktionen und Zwängen verbunden. Ich gehe davon aus, dass auch eine kleinere Lösung selbstverständlich verkehrstechnisch untersucht wird. Auch der vorherige Masterplan war ja in Einzelbereichen, vor allem was den Busverkehr betraf, noch nicht ausgereift. Im neuen Konzept liegen im Bereich des Grünen Brinks, speziell im Hinblick auf die Anordnung der Busse, auch neue Chancen.

Lässt sich der Neumarkttunnel überhaupt sinnvoll in eine neue Planung integrieren?
Ich halte die Neugestaltung des Tunnels für gelungen und denke auch, dass es möglich und sinnvoll ist, den Tunnel attraktiv mit einer neuen Bebauung zu verknüpfen.

Schwerpunkt der Entwicklung soll jetzt der Komplex zwischen der Johannisstraße und dem ehemaligen Textilhaus Wöhrl sein. Ist das für die Neumarkt-Gestaltung ein zentrales Thema oder eher ein Nebenschauplatz?
Die Neugestaltung dieser Ecksituation war auch schon im ersten Masterplan enthalten. Es ist sicher richtig, diesen Komplex in die Gesamtplanung einzubeziehen, wobei die kleinere Lösung wesentlich deutlicher auf das Landgericht ausgerichtet ist. Dennoch bleibt das Eckgebäude eine wichtige Markierung der Johannisstraße. Der Schwerpunkt der kleinen Lösung liegt jedoch sicherlich in der Gestaltung des Platzes und des neuen Baukörpers südlich von H& M. Ich würde es begrüßen, wenn die Stadt hierzu einen Wettbewerb ausschreiben würde, um eine wirklich gute Lösung zu finden.

Im Stadtentwicklungsausschuss gab es Irritationen, weil südlich von Hennes & Mauritz, also quasi mitten auf dem Neumarkt, ein neues Gebäude entstehen soll. Wie stehen Sie dazu?
Ich kann mir eine Bebauung dieses Bereiches vorstellen, wobei ich meine, dass zum Gebäude H& M entsprechender Abstand gehalten werden sollte, um die fußläufige Verbindung zum Grünen Brink und zur Kump-Promenade sicherzustellen. Ein neues Gebäude an dieser Stelle könnte im Zusammenspiel mit einer östlichen Platzrandbebauung den Neumarkt zu einem klar gefassten Platz werden lassen. Wobei uns allen klar sein muss, dass der Neumarkt als Nahtstelle zwischen Altstadt und Neustadt immer auch eine Drehscheibe für den öffentlichen Nahverkehr bleiben wird.

Architekt Wilhelm Pörtner sieht Chancen für den Neumarkt. Foto: Heese
Autor:
rll


Anfang der Liste Ende der Liste