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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Endlich gab es was aufs Dach
Zwischenüberschrift:
Solarkraftwerk in Hand der Nachbarn
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Endlich gab es was aufs Dach

Solarkraftwerk in Hand der Nachbarn

mlb OSNABRÜCK. Nachbarn sind sie schon seit zehn Jahren. Jetzt sind sie auch Kraftwerksbetreiber. Das Kraftwerk besteht aus Solarzellen, die auf dem Dach einer Häuserreihe in der Öko-Siedlung Hellern montiert sind. Neu ist, dass sich Nachbarn zu einer Betreibergemeinschaft zusammenschließen.

Vor zehn Jahren wurde die erste Ökosiedlung in Osnabrück gebaut. Insgesamt 19 Reihenhäuser sind damals in Hellern entstanden. Neun Häuser haben jetzt was aufs Dach bekommen: " Das zeitliche Fenster zur Finanzierung war jetzt da", erklärt Felix Ernst, Besitzer eines der Öko-Häuser. Im Herbst hatte Ernst einen Kostenvoranschlag eingeholt und seinen Nachbarn präsentiert. " Angedacht hatten wir die Anlage von Anfang an", erinnert er sich, denn die Grundidee der Hausbauer sei gewesen, ökologisch zu bauen und zu investieren.

" Die Anlage ist ohne Kredite finanziert."
Felix Ernst. Besitzer Öko-Haus

Seit Ende Mai ist die Fotovoltaikanlage in Betrieb, und Berechnungen zeigen: Sie lieferte bisher 38 Prozent des von den Bewohnern benötigten Stroms. Der wird von 60 Modulen auf einer Fläche von etwa 80 Quadratmetern produziert. Pro Jahr soll die Anlage um die 8000 Kilowattstunden (kWh) liefern, das entspricht dem Stromverbrauch von zwei vierköpfigen Familien.

Ernst betont: " Die Anlage ist ohne Kredite finanziert." Die Hausbesitzer haben zuvor eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet, um rechtlich auf sicheren Füßen zu stehen. So erleidet niemand Verluste, der beispielsweise sein Haus verkauft. Rechts von der neuen Fotovoltaikanlage ist eine Solarthermie-Anlage in Betrieb, seit die Häuser stehen. Sie liefert ein Drittel der Energie, die in den Häusern für Warmwasser aufgewendet wird, zum Beispiel für die Duschen. " Und das, obwohl die Häuser ohnehin schon Energie sparend konstruiert sind", erklärt Felix Ernst stolz.

Mit der Fotovoltaikanlage sind die Ökohaus-Besitzer aber noch nicht am Ende ihrer Planungen. Wenn wieder Geld angespart ist, soll in eine Erdwärme-Anlage investiert werden.

Jeder Sonnenstrahl ist willkommen: Die Betreibergememschaft in Hellern und ihre Fotovoltaikanlage. Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
mlb


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