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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Ein Spielplatz für die Sinne
Zwischenüberschrift:
Kindertagesstätte Margareten feiert die Eröffnung eines naturnahen Erlebnisspielplatzes
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ein Spielplatz für die Sinne

Kindertagesstätte Margareten feiert die Eröffnung eines naturnahen Erlebnisspielplatzes

OSNABRÜCK. Die kleinen Käfer und Bienen waren erst etwas scheu und wollten nicht aus ihrem Versteck hervorkommen. Dann aber flogen sie unter den Augen des Publikums die grünen Hügel hinauf und hinunter. Kinder, Eltern und Erzieher feierten in der Kindertagesstätte Margareten mit dieser Aufführung und diversen Spielangeboten die Einweihung eines Spielplatzes.

" Entscheidend ist, dass hier nicht alles mit Spielgeräten voll steht. Es handelt sich um einen naturnahen Erlebnisspielplatz", erklärte Ortsbürgermeister Ulf Jürgens. Altbekannte Spielgeräte wie Schaukel und Klettergerüst gibt es nicht mehr. Stattdessen finden sich jetzt rund um die Kita Bruchsteine zum Klettern, ein Weidentunnel, eine Hängebrücke, Baumstämme, ein Sinnespfad, eine Matschecke und eine so genannte Nestschaukel, in der mehrere Kinder gleichzeitig Platz haben.

" Die neuen Spielgeräte fordern von den Kindern ganz andere Bewegungen", erläuterte die stellvertretende Leiterin der Einrichtung, Astrid Stratmann. Vor allem an die geschlungenen Wege auf dem 1200 Quadratmeter großen Gelände müssen sich die Kinder erst einmal gewöhnen, um nicht bei rasanter Fahrt mit dem Bobbycar aus der Kurve getragen zu werden. Auf dem Gelände stehen zahlreiche Nutzsträucher, zusätzlich wurden Beete und eine Kräuterspirale angelegt. Hier können die Kinder beobachten, wie Himbeeren, Brombeeren oder Stachelbeeren heranwachsen und ihr Essen mit selbst gepflückten Krautern würzen. Sie sollen mit allen Sinnen ihre Umwelt erfahren. Stratmann: " Das Projekt wächst noch." Damit sind nicht nur die vielen Sträucher gemeint. Die Erzieherinnen planen einen weiteren Ausbau des umweltpädagogischen Angebots, das sich auch bislang schon als roter Faden durch ihre Arbeit zieht. In nächster Zeit soll erst einmal der Sinnespfad durch Klangspiele erweitert werden.

Die Kinder sind von ihrem neuen Spielplatz begeistert. Rayon findet die Wasserpumpe in der Matschecke am besten - nur eines findet er daran nicht so gut: " Daraus trinken darf man nicht, aber das wollen wir immer." Laura geht schon seit zwei Jahren in die Schule. Sie meint: " Die Nestschaukel ist das Beste" und bedauert ein wenig, dass es diese zu ihrer Zeit in der Kita nicht noch nicht gab.

" Die neuen Spielgeräte fordern ganz andere Bewegungen" (Astrid Stratmann, stellvertretende Leiterin)

Im August 2004 ist die Kita in das neue Gebäude umgezogen und brachte zunächst ihre alten Spielgeräte mit. Es kam der Wunsch auf, auch den Außenbereich völlig neu zu gestalten. Das Konzept dazu hat eine Gruppe von Studenten der Fachhochschule in Haste gemeinsam mit den Erzieherinnen entwickelt. Auch die Kinder konnten eigene Vorschläge einbringen. Nach langen Planungen begann man in den Herbstferien mit der Umsetzung.

Um die Kosten niedrig zu halten, fassten auch die Eltern beim Aufbau mit an. Etwa 50.000 Euro kostet die neue Außenanlage, finanziert wird sie durch die Stadt und die Kirchengemeinde.

Pastorin Renate Jakob erteilte schließlich den entscheidenden Auftrag: " Alles steht bereit, jetzt kann gespielt werden!" Die Kinder warteten geduldig, bis die Erwachsenen alles Nötige zum neuen Spielplatz gesagt hatten, dann aber warfen sie Fühler und Flügel von sich und stürzten sich auf die Geräte.

Die Rutsche vom grünen Hügel ist nur eines der etwas anderen neuen Spielgeräte rund um die Kindertagesstätte Margareten. Am Wochenende durften die ersten Kinder auf dem naturnahen Spielplatz toben. Foto: Thomas Osterfeid
Autor:
kba


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