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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Turm zum Schutz der Mühle
Zwischenüberschrift:
Der Pernickelturm am Ende des Herrenteichswalls
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Einen dicken Strich durch die Rechnung machte die Natur dem Fotografen beim Erstellen des Bildes für die heutige Zeitreise: Bäume verhindern die Sicht auf den Pernickelturm, wie er sich auf der Postkarte zeigt, die 1910 verschickt wurde. Statt von der Vitischanze aus musste der Fotograf von der Angers-Brücke aus fotografieren, die in der Mitte der Postkarte zu sehen ist.

Seinen Namen hat der Turm von dem Wort " Parnekel", der Flurbezeichnung einer Wiese am Ostrand der Hase. Auf dem Gelände steht heute das Iduna-Hochhaus.

Der Wehrturm diente dem Schutz der Pernickelmühle, die früher auf einer kleinen Insel in der Hase stand. Das erste Mal erwähnt wurde der Wehrturm im Jahr 1432 auf einer Rechnung mit Ausgaben für das Gebäude. Wann genau der Turm erbaut wurde, ist nicht bekannt.

Bis heute ist der Charakter des Wehrturms mit quadratischem Grundriss erhalten geblieben. Noch immer sind in seinen Mauern Schießscharten zu sehen. Das Innere des Turms wurde hingegen mehrfach verändert. So wurden im 19. Jahrhundert Wohnungen in ihm eingerichtet. 1945 erfolgte ein weiterer Umbau.

Die Pernickelmühle - eine Ölmühle - wurde 1891 durch ein Hochwasser zerstört und auf dem Haseufer wieder aufgebaut. Sie liegt heute rechts vom Turm, ist jedoch auf dem Bild hinter Bäumen verborgen. Auf dem Foto ebenfalls nicht zu sehen ist das helle Gebäude, das auf der Postkarte rechts hinter der Angers-Brücke steht. In ihm befinden sich heute die Kneipe 8 1/ 2 und das Hasetorkino.

Obwohl die Postkarte erst im Jahr 1910 verschickt wurde, ist auf ihr noch die Mühle an ihrem alten Standort zu sehen. Das Bild ist folglich ein paar Jahre früher zu datieren. Spätestens für das Jahr 1891.

Fotountertitel:

Auf einer kleinen Insel in der Hase stand die Pernickelmühle, die in der hinteren Mitte auf der Postkarte zu sehen ist. Durch das Hochwasser wurde die Mühle im Jahr 1891 zerstört und ein Jahr später am rechten Haseufer wieder aufgebaut.

Foto: Die Postkarte hat uns Dr. Jan Stefan Janke-Weddige zur Verfügung gestellt

Standortwechsel: Von der Vitischanze aus verhindern Bäume die Sicht auf den Pernickelturm. Deshalb musste der Fotograf die Angersbrücke für das aktuelle Bild wählen.

Foto:
Hehmann
Autor:
Marie-Luise Braun


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