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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Recycling schafft Arbeitsplätze
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Elektroschrott: Der Markt wächst
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Recycling schafft Arbeitsplätze

Elektroschrott: Der Markt wächst

OSNABRÜCK. Die Geschäftsidee entstand 1993, als der damalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer ein Gesetz zum Recycling von Elektroschrott ankündigte. 13 Jahre später ist das Gesetz endlich in Kraft und die Firma Hellmann Process Management (HPM) auf dem Markt etabliert.

Mit drei Beschäftigten begann das Unternehmen, heute beschäftigt es 70 Mitarbeiter. Im Laufe des vergangene Jahres sind 22 neue Leute eingestellt worden, wie Geschäftsführer Andre Pohl sagt. Und die Zeichen stehen weiter auf Wachstum.

Denn der chinesische Markt ruft. Das europaweit gültige Elektronikgerätegesetz (ElektroG) zwingt die Hersteller von Elektrogeräten, Altgeräte vom Endverbraucher zurückzunehmen. Ein ungeheurer logistischer Aufwand, den Hellmann Process Management nur zu gern den Geräteherstellern abnimmt. Klaus Hellmann, Chef der Firmenmutter Hellmann Worldwide Logistics, hat zuletzt während des China-Besuchs der Osnabrücker Stadtdelegation im Juni Gespräche mit möglichen Partnern in Peking geführt. Die Kontakte sind inzwischen vertieft worden, eine chinesische Delegation besuchte Osnabrück, nächste Woche fliegt Andre Pohl mit einem Team wieder nach Peking. " Wir sind auf einem sehr guten Weg", sagt Pohl.

Kommt es zum Abschluss, könnte Osnabrück zu einer europäischen Drehschreibe für die Entsorgung und Verwertung von Elektroschrott werden. Flächen für ein entsprechendes Zentrum sind schon öfter ins Spiel gebracht worden: Kasernen der britischen Streitkräfte, die 2008 Osnabrück verlassen werden.

Das Elektroschrott-Gesetz, das im März 2006 in Kraft getreten ist, öffnet der Hellmann-Tochterfirma noch bessere Marktchancen. " Wir haben uns früh darauf eingerichtet und Mitarbeiter von Herstellern eingestellt", sagt Pohl. " Wir sprechen jetzt die Sprache der Hersteller und wissen, was sie brauchen." Dabei spielt die Beratung eine ebenso wichtige Rolle wie das Zerlegen der Geräte. Wer hätte gedacht, dass selbst eine Firma wie der Fischfutter-Produzent Tetra von dem Elektroschrott-Gesetz betroffen ist: Sie baut auch Teichpumpen und muss deshalb alte wieder zurücknehmen.

Über 200 Firmen gehören inzwischen zum Kundenkreis. Für sie hat Hellmann Process Management gestern eine Fachtagung in der Umweltstiftung veranstaltet.

Das Gesetz

Am 24. März ist das Gesetz zur Rücknahme von Elektro- und Elektronikgeräten in Kraft getreten. Darunter fallen zum Beispiel Kühlgerate. Computer, Elektrowerkzeuge oder Fernseher. Die Kommunen nehmen die Altgeräte an, die Entsorgung liegt in der Verantwortung der Gerätehersteller. Die Entsorgungsindustrie baute binnen weniger Monate die entsprechende Logistik auf. Die Altgeräte werden zerlegt und die Wertstoffe erfasst. Der Rest landet auf dem Müll. Die Branche klagt über bürokratische Hürden im Gesetz und fordert Reformen.

Andre Pohl, Geschäftsführer von Hellmann Process Management, will Osnabrück zur Recycling-Drehscheibe machen.
Autor:
hin


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