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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Von edlen Gebäuden bis zum bescheidenen Haus
Zwischenüberschrift:
Im Anfangsbereich der Bramscher Straße wohnten die reichen Bürger, zum Ende hin wurde die Bebauung schlichter
 
Zeitreise am Sonnenhügel
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zeitreise am Sonnenhügel

Von edlen Gebäuden bis zum bescheidenen Haus

Im Anfangsbereich der Bramscher Straße wohnten die reichen Bürger, zum Ende hin wurde die Bebauung schlichter

Sonnenhügel " Gruß von der Bramscher und Süntelstrasse" heißt es auf der Ansichtskarte, die aus der Zeit um 1900 stammt.

Sie zeigt einen Teil Osnabrücks, dessen Bebauung bis heute weitgehend erhalten werden konnte. Sogar die Straßenführung wurde über die Jahre nicht wesentlich verändert. Allerdings sorgt jetzt eine asphaltierte Straßenoberfläche - und nicht mehr das holprige Kopfsteinpflaster - für einen reibungslosen Verkehrsfluss.

Die Grußkarte hält einen Blick in die Bramscher Straße mit abzweigender Süntelstraße fest. Die zahlreichen Passanten und Fuhrwerke deuten darauf hin, dass diese Vorstadtstraßen bereits Ende des 19. Jahrhunderts äußerst belebt waren. Vor dem auffälligen Eckhaus in der Bildmitte (ehemals Bramscher Straße 54, heute 42), steht eine Kindergruppe, die das Geschehen verfolgt oder aber dort vom Fotografen in Reih und Glied platziert wurden, um die Aufnahme aufzulockern.

Die Bebauung der Bramscher Straße begann in Stadtnähe in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In den folgenden Jahren dehnte sich die Bautätigkeit in nördlicher Richtung und in die Nebenstraßen aus. Der Anfang der Bramscher Straße entwickelte sich zu einer gutbürgerlichen Vorstadtstraße mit großen Grundstücken und eindrucksvollen, meist zweigeschossigen, mehrachsigen Gebäuden und mit spätklassizistischen Fassaden.

Der Fotograf hat jedoch jenen Teil der Bramscher Straße als Motiv gewählt, der eher kleinbürgerlich geprägt war. Nördlich der Abzweigung der Süntelstraße wurden einfachere Gebäude errichtet. Die im Vergleich eher schlichten giebelständigen verputzten Häuser, wie sie auf der rechten Bildhälfte zu erkennen sind, zeugen von bescheideneren Wohnverhältnissen der Menschen, die hier um die vergangene Jahrhundertwende gelebt haben.

Dieser deutliche Wechsel im Aufwand der Gestaltung der Gebäude kann auch heute noch beobachtet werden. Der Straßenzug konnte fast vollständig erhalten werden. Nur das markante Eckgebäude ist verschwunden. An dessen Stelle reckt heute ein ausladender Baum seine Äste in die Höhe. Auf dem Grundstück wurde, etwas zurückliegend, ein Wohn- und Geschäftshaus errichtet.

FÜR DAS FOTO stehen die Kinder in der Bramscher Straße in Reih und Glied. Dieses Foto ist dem Buch " Alt-Osnabrück", Band 1, erschienen im Verlag H. Th. Wenner, entnommen.

KAUM VERÄNDERT: Vieles ist in der Bramscher Straße gleich geblieben. Nur der Straßenbelag wechselte von Kopfsteinpflaster zu Asphalt. Foto: Gert Westdörp
Autor:
tos


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