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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Berüchtigte Raubritter auf Beutezug
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Bucksche Sippe trieb damals ihr Unwesen - Sutthauser sammelt Geschichten
 
Der Spezialist für finstere Gesellen und Legenden: Herbert Loheider
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Der Spezialist für finstere Gesellen und Legenden: Herbert Loheider

Berüchtigte Raubritter auf Beutezug

Bucksche Sippe trieb damals ihr Unwesen - Sutthauser sammelt Geschichten

Sutthausen In Osnabrücks alter Stadtgeschichte sind mehr spannende Anekdoten verborgen als man denkt. Hobby-Historiker Herbert Loheider aus Sutthausen hat viele kaum bekannte Geschichten gesammelt.

Besonders die Historie Sutthausens hat es dem im Stadtteil geborenen und altansässigen Lebensmitteleinzelhändler angetan. Es läuft einem schon ein bisschen die Gänsehaut über den Rücken, wenn er zum Beispiel hanebüchene Geschichten über das etwas abseits gelegene Schloss Wulften berichtet.

So hatte Ende des 14. Jahrhunderts Johann Gerhard von Buck, Mitglied einer geachteten Osnabrücker Adelsfamilie, die Vorgänger-Burg derer von Wulvena gekauft. Alsbald entwickelte sich aber die Bucksche Sippe zu berüchtigten Raubrittern, überfiel umliegende Höfe und raubte sogar Osnabrücker Kaufmannszüge aus.

Loheider (67) erzählt, dass darauf die Bürgerwehr auszog, um dem Edlen Buck mit Sohn und Knechten das schlimme Handwerk zu legen. Für ihre Untaten wurden sie im mächtigen Wehrturm am Hegertorwall eingekerkert, der später nach dem Raubritter " Bucksturni" genannt wurde.

" Das unwirtliche Gelände um Schloss Wulften war früher den Bewohnern der Umgebung unheimlich. Man mied damals vor allem bei Dunkelheit das Revier", erzählt Loheider. Ein Grund für die düsteren Dönkes könnte auch sein, dass dort ein anderer Besitzer, Bernhard Georg von Snetlage, im Streit durch eine Mistgabel ums Leben kam.

Der nach dem Dreißigjährigen Krieg in Not geratene Gutsherr hatte verhindern wollen, dass Geldeintreiber verpfändete Kühe von Wulften in die nahe Stadt trieben. Noch härterer Tobak ist aber die Mär von der weißen Frau ohne Kopf, die Alt-Sutthausenern zufolge noch heute an nebeligen Winterabenden auf dem Schlossgelände herumspuken soll.

Herbert Loheider ist gerne bereit, sein profundes heimatkundliches Wissen unter das Volk zu bringen. So hält er Diavorträge, wie jüngst für den örtlichen Bürgerverein im Pfarrsaal der katholischen Kirche. Auch veranstaltet er für Freunde private Stadtführungen. Diese würzt er hier und da mit kleinen originellen Episoden aus seinem Büchlein mit gesammelten Geschichten und Legenden aus dem alten Osnabrück.

WEIß VIEL SPANNENDES aus der Geschichte Sutthausens zu berichten: Hobby-Historiker Herbert Loheider hat kaum bekannte Dönkes ausgegraben und zusammengetragen. Foto: Hehmann
Autor:
uls


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