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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
L(i)ebenswerter Stadtteil
Zwischenüberschrift:
Sutthausen: Impulse durch Baugebiet Talstraße und Haller Willem
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
L( i) ebenswerter Stadtteil

Sutthausen: Impulse durch Baugebiet Talstraße und Haller Willem

OSNABRÜCK. Ein bevorzugtes Wohngebiet, mitten Im Grünen und von Waldflächen umgeben. Gutes nachbarschaftliches Miteinander, fast dörflicher Charme und doch alle Vorzüge, die ein urbanes, innenstadtnahes Wohnen mit sich bringt. Dieses Bild haben die meisten Osnabrücker im Kopf, wenn die Rede vom Stadtteil Sutthausen Ist.

Und die Sutthauser selbst? Sie wissen um die Vorzüge ihres Wohnorts und sind stolz auf ihren l( i) ebenswerten Ort, der auf eine jahrhundertealte, wechselhafte Historie zurückblicken kann.

Die Schlösser Wulften und Sutthausen, die Sutthauser Mühle und nicht zuletzt der Wulfter Turm, letzter noch erhaltener Turm der einstigen Landwehr, sind eindrucksvolle Zeugnisse der Geschichte.

Erst seit 1970 ist Sutthausen ein Teil der Stadt Osnabrück. Anders als viele andere Bewohner des Osnabrücker Umlandes ließen sich die Sutthauser, die bis dahin gemeinsam mit dem Ortsteil Alt-Holzhausen die Gemeinde Holzhausen gebildet hatten, freiwillig eingemeinden.

Eine Entscheidung, die im Vorgriff auf die niedersächsische Gebietsreform vor allem pragmatische Gründe hatte: Als Teil der Großstadt, so die Hoffnung, würde Sutthausen in den Genuss einer verbesserten Infrastruktur kommen. Ein Kalkül, das durchaus aufging, auch wenn den Sutthausern natürlich nicht alle Wünsche erfüllt werden konnten. So hätten sich viele von ihnen ein eigenes Ortszentrum gewünscht.

Zwar kein ganz so großer Einschnitt wie einst die Eingemeindung, aber doch eine Veränderung mit relativ weit reichenden Folgen kam zuletzt buchstäblich auf Schienen angebraust: Der reaktivierte Haller Willem steuerte nieder auf den Sutthauser Bahnhof zu, der seit der Stilllegung der Strecke zwischen Dissen-Bad Rothenfelde und Osnabrück viele Jahre lang im Dornröschenschlaf versunken war.

Die Sutthauser nutzten die Gelegenheit, um deutliche Verbesserungen des Bahnhofsumfeldes und damit des südwestlichen Ortseinganges durchzusetzen. Neben der Umgestaltung der Haltestelle selbst wurde die Verkehrsführung der Hermann-Ehlers-Straße verändert: Verkehrsinseln als Überquerungshilfen, eine Verschwenkung der Fahrbahn und demnächst ein Geschwindigkeitsdisplay, mit dem Autofahrer zur Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit aufgefordert werden - die Sicherheit einer der am meisten befahrenen Osnabrücker Straßen konnte deutlich verbessert werden. Auch wenn sich einige Sutthauser noch weiter gehende Verkehrsberuhigungsmaßnahmen gewünscht hätten.

Doch trotz vereinzelter Meinungsverschiedenheiten bei diesem und anderen kommunalpolitischen Themen sind sich im Grunde alle einig: Sutthausen, zuletzt durch das Neubaugebiet Talstraße noch einmal gewachsen, ist und bleibt ein lebens-und liebenswertes Stück Osnabrück!

" Positive Impulse geben"

Der Bürgerverein

OSNABRÜCK. " Heute gilt es mehr denn je, positive Impulse und neue Ideen in die örtliche Gemeinschaft einzubringen", sagt Friedrich H. Petersmann. Er ist Vorsitzender des aktiven Sutthauser Bürgervereins, der sich seit mehr als 30 Jahren für die Interessen der Stadtteilbewohner einsetzt. 1974 wurde der Verein aus der Taufe gehoben. Als Vereinszweck definierten seine Gründer " die Pflege des Zusammenhalts der Bürger des Stadtteils Osnabrück-Sutthausen sowie die Förderung aller kommunalen und kulturellen Belange des Stadtteils". Um diese selbst gestellte Aufgabe zu erfüllen, hat sich der Verein mächtig ins Zeug gelegt. Vor allem in den vergangenen sechs Jahren wurde ein immer wiederkehrendes Jahresprogramm etabliert. So findet seit 2000 alljährlich im Herbst die Sutthauser Mahlzeit statt: Bei dicken Bohnen mit Speck stehen unterschiedliche Fachvorträge und Vorführungen Osnabrücker Künstler auf dem Programm. Kurze Zeit später lädt der Bürgerverein zum Sutthauser Weihnachtsmarkt ein. Der gilt inzwischen längst über die Stadtteilgrenzen hinaus als " klein, aber fein" und kommt verschiedenen karitativen und sozialen Einrichtungen im Stadtteil zugute. Und im Sommer schlägt die große Stunde der Sutthauser Grundschüler, wenn das von Hubert Kasselmann ins Leben gerufene Seifenkistenrennen ansteht. In diesem Jahr ging dabei erstmals die Seifenkiste " XXL" an den Start: Eine echte Rennmaschine, die vier Piloten| Platz bietet.

Ein malerischer Ruhepunkt in grüner Natur und ein Zeugnis der bewegten Sutthauser Vergangenheit ist die 1894 erbaute Schlosskapelle im heutigen Sutthauser Marienheim. Ein friedlicher Ort, an dem sich immer mehr Paare das Ja-Wort geben.
Autor:
ack


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