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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Stadt macht Weg frei für Teppichmarkt
Zwischenüberschrift:
Neue Pläne für die Neulandstraße
Artikel:
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Originaltext:
Stadt macht Weg frei für Teppichmarkt

Neue Pläne für die Neulandstraße

rll OSNABRÜCK. Darf an der Neulandstraße ein Teppichmarkt entstehen? Die Bauvorschriften der Stadt lassen das nicht zu. Deshalb sollen sie jetzt geändert werden. Ein Investor steht schon in den Startlöchern.

Auf dem Grundstück campieren ein paar Autonome ganz friedlich mit ihren Schäferhunden in bunten Bauwagen. Sie haben mit dem Eigentümer eine Vereinbarung getroffen. Spätestens wenn die Bagger kommen, müssen sie das Gelände verlassen.

Doch das kann dauern, denn der Investor muss noch mehrere Hindernisse aus dem Weg räumen. An der planungsrechtlichen Hürde wird schon gearbeitet. Der Fachbereich Städtebau prüft, " ob wir einen Teppichmarkt zulassen wollen", berichtet Thomas Rolf, der stellvertretende Fachbereichsleiter.

Bislang ging das nicht, weil die Stadt in ihren Gewerbegebieten keine Konkurrenz für die Innenstadt schaffen will. Aber Teppiche? Damit werde wohl niemand um seine Geschäfte gebracht, glauben die Stadtplaner. Vorsichtshalber soll diese Frage jetzt geprüft werden - mit dem Ziel, den Bebauungsplan entsprechend zu ändern. Das Verfahren laufe noch, sagt Thomas Rolf. Entscheiden muss am Ende der Stadtentwicklungsausschuss.

Damit wäre dann die erste Hürde aus dem Weg geräumt. Als Knackpunkt erweisen sich jedoch die Hinterlassenschaften eines Tanklagers. Bei Altlasten-Untersuchungen ist die Stadt auf chlorierte Kohlenwasserstoffe im Grundwasser gestoßen. Jetzt haben die Fachleute mehrere Brunnen angelegt. Demnächst wollen sie das Grundwasser hochpumpen, filtern und wieder versickern.

" Das kann Jahre dauern", sagt Bernd Früchel, im Fachbereich Grün und Umwelt zuständig für Altlasten. Und während dieser Zeit müssen die Grundwassermessstellen erreichbar bleiben. Das schränkt die Nutzung ein, schließt eine Bebauung aber nicht aus.

Für das Grundstück an der Neulandstraße, das seit längerem brachliegt, waren schon verschiedene Nutzungen im Gespräch. 2001 wurde der Bau eines Büro-und Geschäftsgebäudes mit 144 Parkplätzen angekündigt. Dort sollte der Extra-Verbrauchermarkt eine neue Bleibe beziehen, der seinen Standort im Rosenburg-Center aufgegeben hatte. Doch mehr als ein spektakuläres Bauschild kam dabei nicht heraus.

Jetzt also ein neues Projekt mit dem Teppichmarkt im Erdgeschoss. Darüber soll nach dem Willen der Investoren noch Platz sein für einen Fitness- und Reha-Betrieb.

Auf diesem Gelände stehen zurzeit noch Wohnwagen von Autonomen. Jetzt wird geprüft, ob hier ein Teppichmarkt entstehen darf. Foto Gert Westdörp
Autor:
rll


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