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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Bald Fahrverbote für "Dreckschleudern"
Zwischenüberschrift:
Im Kampf gegen den Feinstaub setzt die Stadt auf Umweltzone nur für schadstoffarme Fahrzeuge
Artikel:
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Originaltext:
Bald Fahrverbote für " Dreckschleudern"

Im Kampf gegen den Feinstaub setzt die Stadt auf Umweltzone nur für schadstoffarme Fahrzeuge

Von Rainer Lahmann-Lammert

OSNABRÜCK. Für Dieselfahrzeuge ohne Rußfilter und für ältere Benziner wird die Innenstadt wohl bald tabu sein. Im Kampf gegen den Feinstaub will die Stadt eine " Umweltzone" einrichten, in der nur noch schadstoffarme Motoren ihre Abgase ausstoßen dürfen. Und das nicht nur bei Feinstaubalarm.

An 41 Tagen in diesem Jahr wurden die zulässigen Feinstaubkonzentrationen in Osnabrück schon überschritten. Alle Städte mit mehr als 35 Überschreitungstagen sind verpflichtet, einen Aktionsplan aufzustellen, um die Belastungen zu reduzieren.

Schon seit Monaten werden im Fachbereich Grün und Umwelt Vorschläge gesammelt, wie dem Feinstaub zu Leibe gerückt werden kann. Da geht es um zusätzliche Linksabbiegespuren auf Hauptverkehrsstraßen, damit kein Rückstau entsteht, ein Verbot von Kaminen und Kaminöfen an kritischen Tagen ist im Gespräch und eine Begrünung von Mittelstreifen, damit der Feinstaub gebunden wird.

Als wichtigster Schritt gilt jedoch das Fahrverbot für " Dreckschleudern", das sich hinter der Einrichtung einer Umweltzone verbirgt. Vom Umweltausschuss und vom Stadtentwicklungsausschuss wurde der Vorschlag inzwischen zustimmend zur Kenntnis genommen.

Wie weit diese Umweltzone reichen soll, ist noch offen. Innerhalb dieser Zone dürfen sich jedenfalls nur Fahrzeuge bewegen, die eine bestimmte Emissionsschadstoffklasse einhalten (z.B. Euro 3). Voraussichtlich Anfang 2007 tritt ein Gesetz in Kraft, nach dem jedes Auto mit einer Schadstoffplakette gekennzeichnet werden muss, aus der diese Kategorie hervorgeht.

Damit hätten die Städte freie Bahn für die Schaffung von Umweltzonen. Anders als von vielen Autofahrern erwartet wird sich das Fahrverbot voraussichtlich nicht auf die kritischen Tage mit hohen Feinstaubkonzentrationen beschränken. Da Sperrungen und Umleitungen oftmals nur zu einer Verlagerung des Verkehrs führten, tendierten viele Städte dazu, ihre Umweltzonen dauerhaft in ihren Zentren zu errichten, heißt es in dem Papier des Fachbereichs Grün und Umwelt. So wachse der Druck, ältere Motoren umzurüsten, lautet die Begründung.

In Stuttgart und Mannheim soll es ab Juli 2007 Umweltzonen geben, in der baden-württembergischen Landeshauptstadt sogar flächendeckend. Osnabrück wird wohl erst im Januar 2008 so weit sein, heißt es in der Stadtverwaltung.

Schneller soll eine Änderung der Beschaffungsrichtlinie für städtische Fahrzeuge in Kraft treten, die ebenfalls in diesen Wochen diskutiert wird. Fachbereichsleiter Detlef Gerdts drängt darauf, dass die Stadt und ihre Eigenbetriebe ab 2007 nur noch Fahrzeuge mit niedrigem Feinstaub- und Stickstoffdioxid-Ausstoß anschaffen. Das bedeutet für Pkw und Kleintransporter Euro 4 mit Partikelfilter bei Dieselfahrzeugen oder Euro 5 (von der EU noch nicht festgelegt). Als gleichwertig gilt ein Antrieb mit Erdgas oder Flüssiggas.

Partikelfilter gibt' s auch zum Nachrüsten für ältere Dieselfahrzeuge. Mit der Einrichtung von Umweltzonen wachst der Druck auf die Autofahrer. Foto: AP
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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