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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Alt: Auf erneuerbare Energien umsteigen
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Ehemaliger TV-Moderator hat 20 Jahre nach Tschernobyl kein Verständnis für Atom-Renaissance in der Politik
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Alt: Auf erneuerbare Energien umsteigen

Ehemaliger TV-Moderator hat 20 Jahre nach Tschernobyl kein Verständnis für Atom-Renaissance in der Politik

OSNABRÜCK. Als Umweltaktivist fährt man möglichst mit der Bahn und muss gelegentlich Verspätungen in Kauf nehmen. So ging es jetzt auch Franz Alt. Der ehemalige Leiter des Magazins " Report" hielt auf Einladung der Stiftung Leben und Umwelt einen Vortrag zum Thema " 20 Jahre Tschernobyl". Der Vortrag stand unter dem Motto " Vom Atomzeitalter ins Solarzeitalter".

Aber das Warten auf Alt sollte sich für die Gäste in der Katholischen Familienbildungsstätte Osnabrück lohnen. Mit den Worten " Tschernobyl liegt hinter uns, Tschernobyl liegt vor uns" erinnerte Alt an den schrecklichen Reaktorunfall vor 20 Jahren. Er prangerte die Verdrängung im Anschluss an die Katastrophe an und sprach sich für die Schließung von Atomkraftwerken aus. Die politische Diskussion um eine Renaissance der Atomenergie kann er nicht nachvollziehen. In den 17 Atomkraftwerken in Deutschland sieht der redegewandte Journalist 17 Einladungen an Terroristen.

Alt, der weltweit Vorträge hält, liegt ein zentraler Punkt besonders am Herzen: der Umstieg auf erneuerbare Energien wie Windenergie, Bio- und Solarenergie. Fossile Energiequellen wie Kohle, Öl und Gas verursachten den Treibhauseffekt und seien in wenigen Jahrzehnten verbraucht. Sie seien wegen ihrer Knappheit umkämpft und Grund für Krisen und Kriege. Daher setzt Alt auf Alternativen. " Raus aus der alten Energie, rein in erneuerbare Energien", fordert der in Baden-Baden lebende Verfechter der Solarenergie. Man müsse sich aus der Abhängigkeit befreien und eine Energieautonomie anstreben.

Und er ist überzeugt von dem, was er sagt. So hat er selbst eine Solaranlage auf seinem Dach. 1994 erhielt er den deutschen und 1997 den europäischen Solarpreis. " Wir sind noch am Anfang", betonte Alt. Dennoch befinde man sich auf einem guten Weg. Dass Bill Gates, einer der reichsten Männer der Welt, das größte deutsche Solaraktienpaket halte, zeige die Zukunftsfähigkeit erneuerbarer Energien. Der minutenlange Beifall zeigte, dass sich das Warten für die Zuschauer ausgezahlt hatte.

Michael Hagedorn, Oberbürgermeisterkandidat der Grünen für Osnabrück, bedankte sich im Anschluss ganz herzlich bei Franz Alt für den spannenden Vortrag. Ferner dankte er den Sponsoren des Abends: Zentrum für Umwelt und Technologie Osnabrück (CUT), Solarenergieverein Osnabrück, Bundesverband WindEnergie und Buchhandlung zur Heide. Gleichzeitig kündigte Hagedorn für seine Partei an, unter dem Motto " Global denken, lokal handeln" in Osnabrück Schritte in die von Alt vorgezeichnete Richtung zu gehen. Franz Alt stellte sich nach dem Vortrag noch für die Signierung seiner Bücher zur Verfügung. Ein Angebot, das dankend angenommen wurde.

Franz Alt Foto: Pentermann
Autor:
amoe


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