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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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2655 Euro in einer Woche gesammelt
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Initiative Hochspannung
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2655 Euro in einer Woche gesammelt

Initiative Hochspannung

OSNABRÜCK. Aktueller Kontostand: 2.655 Euro. Stolz verweist die Bürgerinitiative Hochspannung auf dieses Ergebnis ihres Spendenaufrufs vor wenigen Tagen. Doch um das Gutachten der RWE zur Hochspannungsleitung in Widukindland von Experten überprüfen zu lassen, reicht das Geld nicht.

Das Spendenkonto setzt sich allein aus privaten Spenden zusammen. Viele hätten " mal fünf Euro, mal sieben Euro" gespendet, berichtet Helmut Körte, Sprecher der Initiative Hochspannung. Einige Anlieger hätten auch deutlich tiefer in die Tasche gegriffen.

Doch in die Freude über den Erfolg mischt sich ein bitterer Beigeschmack. Denn wenn die Initiative die zwei ins Auge gefassten Experten - einen Mitarbeiter der Firma GEO aus Schleswig-Holstein und Prof. Heinrich Brakelmann von der Universität Duisburg - damit beauftragen will, das Gutachten der RWE überprüfen zu lassen, braucht sie 3500 Euro. Und das möglichst schnell. Denn die Ergebnisse sollen bei einer Anhörung mit Vertretern der Landesbehörde am 5. Juli vorgestellt werden.

Zu Helmut Kortes Enttäuschung gab es in den vergangenen Tagen zwar viele Lippenbekenntnisse der Parteien, mit denen sie das Anliegen der Initiative begrüßten. Doch Taten folgten vorerst nicht. Seit vorgestern Abend liegt allerdings eine Erklärung der CDU vor, in der sie fordert, dass die Stadt Osnabrück die Initiative mit 1500 Euro unterstützen solle. Heute will die Partei im Stadtentwicklungsausschuss einen entsprechenden Antrag stellen.

Auch die SPD hat inzwischen reagiert. Sie erklärte gestern per Pressemitteilung, ebenfalls einen Antrag im Ausschuss einreichen zu wollen. Darin fordert sie, die Verwaltung solle den städtischen Standpunkt untermauern. Die Stadt hatte sich mehrfach für eine Erdverkabelung ausgesprochen.

Dass von politischer Seite doch noch eine Reaktion kommt, erklärt Helmut Korte sich mit dem Druck, der auf die Parteien ausgeübt wurde. 1500 Euro, so der Sprecher der Initiative, würden die Erwartungen der Hochspannungsgegner allerdings übertreffen. Denn mit der Summe können die Experten das Gutachten nicht nur überprüfen, sondern auch noch eine konkrete Alternativetrasse für ein Erdkabel erarbeiten lassen. Auch die würde bei der Anhörung vorgestellt werden.

Im März hatte die RWE ein Gutachten vorgelegt, in dem sie die Kosten für eine Freileitung auf der Strecke Lüstringen-Belm mit einer Erdverkabelung vergleichen lässt. Darin kommt der Stromkonzern zu dem Ergebnis, dass ein Erdkabel dreimal teurer sei als eine Freileitung. Die Bürgerinitiative hat Zweifel an diesem Ergebnis. Endgültig über die Frage Freileitung oder Erdkabel wird die Landesbehörde entscheiden.
Autor:
rei


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