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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Bitterling bald in der Wüste
Zwischenüberschrift:
Muzscheln und Fische wieder im Pappelsee
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der Bitterling bald in der Wüste

Muscheln und Fische wieder im Pappelsee

Wüste

So groß wie die Hand eines Erwachsenen sind die Muscheln, die in den Eimern liegen. 1, 2 Tonnen haben Gewässerökologe Friedrich Hehmann und Alfred Möge vom Fischereiverein Meile auf einem Kleintransporter zum Regenrückhaltebecken am Pappelgraben gekarrt, jetzt gilt es, die Muscheln rund um das Becken in der Wüste zu verteilen.

Außer Teichmuscheln gibt es auch wieder Fische im Pappelsee. Vor neun Wochen musste Hehmann mit seinen Helfern das Becken leer fischen. Grund war die Absicht der Stadtwerke, das Becken zu entschlammen. Das ist inzwischen geschehen, und es hat sich wieder so viel Wasser angesammelt, dass Fische dort leben können.

1, 1 Tonnen Fische - Wildkarpfen und Schleie - haben Hehmann und seine Helfer in den drei Tagen zuvor ins Regenrückhaltebecken gebracht. Die seien in den vergangenen Wochen in Teichen " zwischengehältert" worden, berichtet Hehmann. Andere Fischarten, die sich vorher im Regenrückhaltebecken getummelt haben, werden erst im Frühjahr wieder eingesetzt. " Die sind inzwischen schon in ihrer Winterruhe", erklärt der Gewässerökologe. Das macht den Umzug für diese Fische unmöglich. Auch von den wieder eingesetzten Arten seien nur größere Exemplare genommen worden, sagt Hehmann.

Wenn es nach den Vorstellungen des Ökologen geht, könnte es ab dem nächsten Frühjahr im Regenrückhaltebecken eine neue Fischart geben: den Bitterling. " Der ist typisch für das Hasesystem", stellt Hehmann fest. Für ihn gebe es hier " gute Voraussetzungen, weil er seine Eier in den Mantelhüllen der Teichmuscheln ablegt".

Der Bitterling ist eine nach den Flora-Fauna-Habitat-Richtlinien der Europäischen Union zu schützende Art. Das Niedersächsische Landesamt für Ökologie ist mit dem Vorschlag bereits einverstanden. Jetzt muss noch die Naturschutzbehörde darüber beraten.

" Für die war die Information erst mal neu", sagt Hehmann. Sollten die Vertreter dort einverstanden sein, wird ab dem Frühjahr der Bitterling durch das Regenrückhaltebecken schwimmen. Bisher gibt es diesen Fisch in Osnabrück im Regenrückhaltebecken an der Nette und im Dodesheider Landwehrgraben.

ZURÜCK INS REGENRÜCKHALTEBECKEN: Friedrich Hehmann und Alfred Hoge setzten die Teichmuscheln gestern wieder im Pappelsee aus. Foto: Gert Westdörp
Autor:
rei


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