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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wo Luxuswaren lockten
Zwischenüberschrift:
Am Nikolaiort erinnert nur die Hirschapotheke an frühere Zeiten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wo Luxuswaren lockten

Am Nikolaiort erinnert nur die Hirschapotheke an frühere Zeiten

tos OSNABRÜCK. Die historische Fotografie zeigt einen Blick auf den Nikolaiort, wie er um 1910 ausgesehen hat. Im Laufe der Jahre hat sich hier viel verändert. Um eine aktuelle Sicht auf den Platz festzuhalten, ist unser Fotograf ein paar Schritt in die Herrenteichsstraße gegangen, so dass die Perspektive ein wenig verändert wurde.

In der vergangenen Woche haben wir an dieser Stelle eine Ansicht des Nikolaiorts gezeigt, die von der gegenüberliegenden Seite des Platzes aufgenommen wurde. Entsprechend rückt die heutige Aufnahme das reich verzierte Manufakturwarengeschäft Hettlage & Lampe in den Mittelpunkt. Das imposante Gebäude mit Türmchen begrenzte den Nikolaiort zwischen Krahnstraße und Eingang zum Kamp.

Der Fotograf der historischen Aufnahme hat sich direkt vor der Hirschapotheke positioniert, um den belebten Nikolaiort einzufangen. Das Eckhaus Nikolaiort 1/ 2, das rechts im Bild an der Einmündung der Herrenteichsstraße zu sehen ist, stand in jenen Jahren ein paar Meter weiter nach vorne gerückt. Die Straßenbahn, die sich seit 1906 durch die Große Straße drängelte, fuhr also direkt auf das Gebäude zu, um dann in einem Bogen auf den Nikolaiort zu rollen.

In dem lang gezogenen Gebäude, das von Herrenteichs und Schwedenstraße eingerahmt wurde, war um 1910 das beliebte Kaiser-Café untergebracht. Für viele Osnabrücker war es bis zum Zweiten Weltkrieg ein beliebter Treffpunkt, der regelmäßig Tanzveranstaltungen und Kabarettaufführungen bot.

In der rechten Bildmitte, zwischen Domhof und der Einmündung zur Krahnstraße ist ein weiteres Geschäftshaus, die Zigarren-, Tabak- und Papierhandlung Kiefer, zu sehen.

Zeitreise

Eines der repräsentativsten Geschäftshäuser in der Innenstadt war bereits um die Jahrhundertwende das Kunstgewerbehaus Carl Schäffer, das am linken Bildrand zu erkennen ist. Ein Einkaufsparadies für Kinder und Erwachsene: Neben Porzellan, Silbergerät, Glas- und Luxuswaren lockte ein breites Angebot an Spielwaren, das in der Vorweihnachtszeit in bunt dekorierten Schaufenstern präsentiert wurde und manches Kinderherz höher schlagen ließ.

Bis auf die Hirschapotheke sind alle vorgestellten Gebäude längst verschwunden, und der Nikolaiort wurde durch mehrere Baumaßnahmen grundlegend verändert.

Die Straßenbahn drängelte sich um 1910 durch die Große Straße und über den Nikolaiort. Für Fußgänger, das zeigt die historische Aufnahme aus dem Archiv unserer Zeitung, führten in jenen Jahren schmale Bürgersteige an den Geschäftshäusern entlang.
Foto: Archiv

Verändert: Die alte Bebauung des Nikolaiorts wurde durch moderne Gebäude ersetzt und Platz geschaffen. Nur die Hirschapotheke erinnert noch an frühere Zeiten. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
tos


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