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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
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Überschrift:
Mehrarbeit für besseres Wetter
Zwischenüberschrift:
Regen und Kälte frustrieren - Osnabrücker geben die Hoffnung auf Sonne dennoch nicht auf
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Originaltext:
Mehrarbeit für besseres Wetter

Regen und Kälte frustrieren - Osnabrücker geben die Hoffnung auf Sonne dennoch nicht auf

jop OSNABRÜCK. Es ist schon irgendwie verrückt: Anfang Mai nutzten viele Osnabrücker die ersten Sonnenstrahlen, warfen den Grill an, bepflanzten die Blumenkästen und ließen im Straßencafe die Seele baumeln. Doch zum Monatsende bibbern alle wieder, bewaffnen sich mit Regenschirmen und kramen die gerade erst verstaute Winterkleidung wieder hervor.

" Die Stimmung ist nicht besonders gut. Die Kleine steht seit Tagen an der Terrassentür und will raus. Da wurde auch schon mal gewaltig geplärrt", berichtet Sascha Kaps. Zusammen mit Tochter Laura steuert er nachmittags statt des Freibades die Halle des neuen Nettebades an.

" Eine reine Katastrophe", meint auch Michael Wilker und fügt hinzu: " Letztes Jahr hatten wir um diese Zeit 35 Grad, und jetzt holen wir die Winterklamotten wieder raus." Doch weit gefehlt: Ein Blick ins Internet unter www.wetter.com verrät: Am 31. Mai 2005 herrschte in der Hasestadt keineswegs nur eitel Sonnenschein. Der Wonnemonat verabschiedete sich bei verhältnismäßig kühlen acht Grad am Morgen, lauen 15 Grad am Mittag und nicht einmal zehn Grad am Abend.

Nichtsdestotrotz lassen sich die Osnabrücker vom wolkenverhangenen Himmel nicht generell runterziehen. " Dass wir alle etwas gefrustet sind, weiß ja wohl jeder. Einfluss haben wir eh nicht, also machen wir das Beste draus", sagt sich Ingrid Lange, die trotz der steten Schauer dreimal die Woche Tennis spielt und mit dem Fahrrad fährt.

Ähnlich denken auch Mona Rensen und Tabea Mennewisch, auf die man auch ohne strahlenden Himmel im Straßencafe trifft: " Den ganzen Tag drinnen zu sein macht total träge und müde. Hoffentlich wird es bald besser, es gibt so viele tolle Sachen, die man dann machen kann." '

" Zum Glück beginnt bald die WM. Da sitzt man dann eh nur noch vor dem Fernseher", scherzt Taxifahrer Peter Keil. Auf das Geschäft habe das Wetter der letzten Tage keinen großen Einfluss gehabt. " Nur wenn es schon morgens anfing zu gallern, hatten wir weniger Fahrten."

Eine Einschätzung, die er mit Mode-Verkäuferin Bettina Brasse teilt: " Umsatzeinbußen haben wir eigentlich nicht. Zurzeit kleiden sich viele Leute für den Urlaub ein. Lediglich die Stimmung ist etwasgedrückt, langsam reicht es auch mit dem Regen. Für ein richtig schön sonniges Wochenende würde ich glatt zwei Tage mehr arbeiten."

Und wie sind die Aussichten für Pfingsten? Der " Mann im November", der bei Wind und Wetter am Nikolaiort ausharrt, schaute gestern trotz vorerst steigender Temperaturen traurig drein und vergrub die Hände tief in seinen Hosentaschen.

Nichts als dunkle Wolken. Gefrustet, aber nicht ganz ohne Hoffnung auf Besserung äußerten sich Sascha Kaps mit Tochter Laura, Michael Wilker, Bettina Brasse, Peter Keil, Ingrid Lange, Tabea Mennewisch und Mona Rensen. Fotos: Gert Westdörp
Autor:
jop


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