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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Bagger-Garge im Elefantenstall
Zwischenüberschrift:
Stadtgärtner sollen im Winter in ehemaliges Zirkus-Quartier umziehen
Artikel:
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Originaltext:
Bagger-Garage im Elefantenstall

Stadtgärtner sollen im Winter in ehemaliges Zirkus-Quartier umziehen

Osnabrück Im alten Elefantenstall sollen noch die dicken Ketten liegen. Wo früher die grauen Zirkus-Riesen den Winter verbrachten, werden ab kommendem Winter die Stadtgärtner ihre Bagger und Rasenmäher parken.

Im ehemaligen Eversburger Landgestüt an der Klöcknerstraße, das dem Zirkus Althoff viele Jahre als Winterquartier diente, hat der Umbau begonnen. Hier soll der vom Rat aus der Taufe gehobene Eigenbetrieb " Grünservice und Friedhöfe" einziehen. Große Schnitte sind noch nicht erkennbar, werde es auch nicht geben, sagt Klaus Schröder, der Werksleiter des Eigenbetriebes werden soll: Die ehemaligen Ställe stehen unter Denkmalschutz. Im Innern werden die Stallungen natürlich den Bedürfnissen eines modernen Werkstattbetriebes angepasst, allerdings ohne die hölzerne Trägerkonstruktion anzugreifen. Verschwinden werden die Fensterscheiben in der Elefantenhalle. Der Grund: So ist keine teure Entlüftungsanlage nötig, damit die Fahrzeuge in der Halle gestartet werden dürfen.

250 Fahrzeuge und Geräte werden die Stadtgärtner mitbringen. Nicht alle haben Platz in den alten Ställen. Deshalb wird auf dem zentralen Areal ein riesiger Carport gebaut. " Eigentlich ist der Platz viel zu klein", meint Klaus Schröder, " einige Autos werden wohl draußen parken müssen." Ökologisches Bauen ist für Stadtgärtner selbstverständlich: Das Dach des Carports wird eine Fotovoltaikanlage tragen, im Boden wird eine Zisterne das Regenwasser zum Autowaschen speichern.

Die Stadtgärtner sind zurzeit auf drei Standtorte verteilt, an der Turnerstraße, Kokschen Straße und Knollstraße. Die Konzentration der drei Bezirke an einem Standort werde die Abläufe vereinfachen, sagt Detlef Gerdts, Leiter des Fachbereichs Grün und Umwelt. Die drei Bezirksleiter werden ihre Büros in der ehemaligen Althoff-Villa einrichten. Daneben entsteht zurzeit ein Sozialgebäude für die Mitarbeiter. Die Verwaltung des Eigenbetriebes schlüpft beim Abfallwirtschaftsbetrieb ein paar hundert Meter weiter unter.

Der Personalrat beobachtet die Eigenbetriebsgründung mit Argwohn. " Uns hat bis heute keiner die Sinnhaftigkeit erklären können", sagte Personalvertreterin Dietlind Sachtleben. Ein gut funktionierender Fachbereich werde zerschlagen. Es sei " Volksverdummung" zu behaupten, der Eigenbetrieb werde effektiver arbeiten können.

Eigenbetrieb Grünservice

Weniger Kontrolle

Von Wilfried Hinrichs

Nach der Zentralisierung der Grünpflege ist die Gründung des Eigenbetriebes ein konsequenter Schritt. Die Teams können ihre Arbeit leichter koordinieren, Geräte austauschen und effektiver nutzen. Aber wer Verantwortung abgibt, verliert Kontrollmöglichkeiten. Das Innenministerium hat die Stadt während der Haushaltsdiskussion ermahnt, die Ausgliederungen nicht zu übertreiben. Die Stadt gibt damit die Kontrolle über die Finanzen aus der Hand, muss aber für Defizite dieser Gesellschaften geradestehen. Der Eigenbetrieb Grünservice muss jetzt beweisen, dass diese Bedenken grundlos sind.

BLICK ins Innere (von links): Klaus Schröder, designierter Werksleiter, Wilfried Klein, Leiter des Fachdienstes Immobilien, und Detlef Gerdts, Leiter des Fachbereichs Grün und Umwelt.

UNTER DENKMALSCHUTZ stehen die Ställe des ehemaligen Gestüts in Eversburg. Hier wird Anfang 2006 der Eigenbetrieb " Grünservice und Friedhöfe" mit 160 Mitarbeitern einziehen. Der Umbau hat begonnen. Fotos: Jörn Martens
Autor:
hin


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