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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Kanalisation erneuert - und die Keller sind feucht
Zwischenüberschrift:
Schölerberg-Anwohner sauer auf die Stadtwerke: Neue Rohre sind dicht, aber der Grundwasserspiegel steigt
Artikel:
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Originaltext:
Schölerberg Jedes Mal, wenn er in den Keller geht, packt ihn wieder die Wut. Seit Monaten ist bei Theodor Asche in seinem Haus an der Bozener Straße 40 der Keller feucht. " Es ist alles nass, wir haben 20 Zentimeter Wasser im Keller", klagt der 75-jährige. So wie ihm geht es vielen Anwohnern der Gerhart-Wessell-Straße, der Bozener und der Jellinghausstraße. Die Stadtwerke haben die Schmutzwasserrohre erneuert, und nun steigt der Grundwasserspiegel - zum Leidwesen der Anwohner.

" Wir haben Pfützen im Keller. Der Schimmelpilz sitzt schon an den Wänden", beschwert sich Theodor Asche. Den Keller wischt er jeden Tag. Trotzdem ist das Wasser überall: " Es kommt sogar hinter den Fliesen her und zwischen den Fugen", ärgert sich der Rentner. Er hat bereits an die Stadt geschrieben. " Es ist jeden Tag ein Ärgernis. Eigentlich müsste ich den ganzen Keller kaputtschlagen." Nicht nur über das Wasser und das tägliche Wischen ist er wütend: Den Keller müsste Theodor Asche komplett renovieren lassen - eine Kostenfrage. " Wir mussten schon die neuen Anschlüsse bezahlen. Wo soll ich das Geld hernehmen?"

Wasser - das ist in diesen Tagen auch für Hartmut Bruns ein Reizwort. Er wohnt an der Gerhart-Wessell-Straße und hat Wasser im Untergeschoss. " Das Wasser ist für das Haus ein absoluter Wertverlust. Der Keller war 45 Jahre dicht. Es gibt viele Leute, die das Problem haben." Es ist nicht allein das Wasser, das ihn ärgert: Wenn er an den Kommentar der Stadtwerke denkt, bekommt Hartmut Bruns erst recht einen roten Kopf vor Ärger. " Dann legen Sie doch eine Drainage", soll ihm ein Sachbearbeiter gesagt haben. Das kann und will Hartmut Bruns nicht: " Die Verantwortung tragen nach dem Verursacherprinzip die Stadtwerke." Die Stadtwerke dagegen meinen, dass die Anwohner selbst für ihre Keller verantwortlich sind. " Die Kanalanlage in der Gerhart-Wessell-Straße war nicht mehr intakt", erklärt Ansgar Joachimmeyer, bei den Stadtwerken zuständig für den Kanalbau.

Die alten Rohre funktionierten nach der Mischtechnik, Regen- und Schmutzwasser flossen in den alten Rohren noch zusammen. " Die alten Rohre waren porös und haben das Regenwasser wie ein Schwamm aufgesaugt", sagt Joachimmeyer.

Nasse Keller sind jetzt Thema im Rat

Jetzt sind die Rohre dicht, das Wasser kann nicht mehr abfließen Als Folge steigt der Grundwasserspiegel bis an die Kellersohlen. Nach der Abwassersatzung, die der Rat der Stadt verabschiedet hat, dürfen die Stadtwerke keine zusätzliche Drainage anlegen. Joachimmeyer kann den Ärger der Anwohner verstehen und stellt selbst die Frage: " Wie weit geht das Solidarprinzip?" Die Abwasser-Abgaben, die jeder Bürger zahlt, dürfen seiner Meinung nach nicht für die Abdichtung der Keller Einzelner verwendet werden.

Der feuchte Keller lässt Hartmut Bruns keine Ruhe. Er hat inzwischen eine Anfrage an den Rat gerichtet, der sich noch im Mai damit befassen will. Bis dahin können wir nichts machen", vermerkt Ansgar Joachimmeyer von den Stadtwerken. Bis dahim bleibt der Gang in den Keller für Theodor Asche weiter ein Ärgernis.

ÄRGERLICH: Theodor Asche macht die Stadtwerke für die Feuchtigkeit verantwortlich, die in den Keller dringt. Foto: Elvira Parton
Autor:
nina


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