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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
CDU/FDP: Auch kein Schutz für Riesenbäume
Zwischenüberschrift:
Kastanien-Diskussion im Ausschuss
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Weststadt Die alte Kastanie an der Rolandstraße, die vom Fällen bedroht ist, könnte auch mit einer minimalen Baumschutzsatzung nicht gerettet werden. Trotzdem nahmen SPD und Grüne den geplanten Kahlschlag zum Anlass, einen Antrag zum Schutz großer Baume im Umweltausschuss einzubringen. Bei CDU und FDP bissen sie damit aber auf Granit.

" Regelungen zum Schutz hochwertiger Bäume und wenigstens eine Minimallösung" wollen SPD und Grüne haben, wie Otto Wetzig von den Grünen vortrug. Seit die Baumschutzsatzung gekippt wurde, gebe es keine rechtliche Handhabe mehr, einem Fällen von Bäumen entgegenzutreten. Schutz für Bäume mit einem Stammumfang von 200 cm oder einem Stammdurchmesser von 67 cm verlangen die Befürworter. Sie möchten erreichen, dass bei dieser Größe zumindest die Umweltverwaltung vorher informiert wird und den Baumbesitzern Alternativen zum Abholzen vorschlagen kann.

" Die drohende Fällaktion an der Rolandstraße hat für Wirbel gesorgt", berichtete Detlef Gerdts vom Fachbereich Grün und Umwelt. Nicht nur Bürger, auch Ratsmitglieder aller Parteien hätten im Amt angerufen. " Doch wir mussten allen sagen: Wir haben keine Handhabe, den Baum zu schützen."

Etwa 2000 bis 3000 große Bäume mit mehr als zwei Metern Umfang stehen auf Privatgrundstücken, schätzen die Mitarbeiter der Stadtverwaltung. 20- bis 30-mal im Jahr würden solche Bäume gefällt. " Meist aus gutem Grund, weil sie krank sind", so Gerdts. Zum Beispiel der große Rotahorn an der Katharinenstraße: Der sei so stark vorn Pilz befallen gewesen, dass er nicht habe erhalten werden können. Blieben einige Großbäume, die unter die Satzung fallen würden.

" Mit uns gibt es keine neue Baumschutzsatzung", stellte Ulrich Niendieker (FDP) klar. Auch mit einer Verordnung für große Bäume könnte die Kastanie an der Rolandstraße nicht erhalten werden, denn deren Umfang beträgt nur etwa 1, 20 Meter. Bei dieser Kastanie gehe es nicht nur um den Schatten, den sie werfe, sondern auch um den unerträglichen Lärm, den die großen Äste auf dem Flachdach daneben verursachen würden.

Wie Anette Meyer zu Strohen (CDU) setzt auch Niendieker auf die Eigenverantwortlichkeit der Bürger. " Dass das klappt, haben doch die Proteste an der Rolandstraße bewiesen." Die Mitglieder der Ratsmehrheit wiederholten ihre früheren Befürchtungen, eine Baumschutzsatzung würde dazu führen, dass Bäume gefällt würden, bevor sie den schützenswerten Umfang erreichten.

Weil die Beschlussvorschläge von Grünen und SPD im Ausschuss von CDU und FDP abgewiesen worden wären, machte Wetzig weiteren Beratungsbedarf geltend. Damit wurde das Thema ohne Beschlussempfehlung an den Rat verwiesen.
Autor:
d.


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