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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Männchen lassen sich mitschleppen
Zwischenüberschrift:
Angela-Schüler auf Spuren der Kröten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Angela-Schüler auf Spuren der Kröten

Haste

Am Anfang war das Staunen über ein Bild im Biologiebuch - da hingen zwei warzige kleine Tiere aufeinander. Inzwischen wissen die Schüler der 6a an der Angelaschule genau, was das bedeutet.

" Das sind zwei Kröten, die kleinere obendrauf ist die männliche", erklärt Robin, " die besamen die Eier der Weibchen." Das tun sie zwar erst, wenn sie im Laichgewässer angelangt sind, weiß er, aber sicherheitshalber reservierten sich die Männchen ihre Weibchen auf diese anhängliche Weise schon vor ihrer jährlichen Wanderung und lassen sich von ihnen mitschleppen. Dass Robin und die anderen Schüler inzwischen so gut Bescheid wissen, verdanken sie ihrer Lehrerin Sonja Neukirchen, die sie mitgenommen hat auf eine Entdeckungsreise nach Hollage. Dort in der Nähe der Schleuse hatte der BUND einen Krötenzaun aufgestellt.

Da es in diesem Jahr einen langen Winter gab, ging die Krötenwanderung sehr spät los - erst Mitte März konnte die Klasse forschen gehen. Dann aber auch gleich richtig: " Jeder hat einen Eimer bekommen, Kröten reingetan und zum Gewässer getragen", erzählt Jana. Haben sie sich denn kein bisschen geekelt? " Nee!" ist die einhellige Meinung - sie hätten ja auch Handschuhe getragen. Allerdings habe es unten in den Eimern Kröten gegeben, die vom Gewicht der anderen zerquetscht worden seien, erzählen sie.

Bilder und Informationen über ihre Forschungsergebnisse haben die Kinder schließlich auf einer Schautafel zusammengestellt, damit auch die anderen Angela-Schüler von der Arbeit der 6a profitieren können.

Und noch etwas hat die Klasse gelernt: Unterricht vor Ort macht Spaß, da sind sich alle einig. " Man kann viel mehr ausprobieren, was man im Klassenzimmer nicht kann", sagt Janina, und Laura ergänzt: " Wenn man das selber sieht, versteht man das viel besser." Daniele meint, dass man sich auch besser merken könne, was einen richtig interessiere. " Das ist eine Erfahrung fürs Leben", sagt sie sogar. Wenn das keine Ermunterung für die Lehrer ist, öfter mal das Klassenzimmer zu verlassen.

Mit Kröten und Molchen auf Du und Du

285 Amphibien an einem Tag

Jedes Jahr im Frühling dasselbe Bild auf vielen Straßen in ländlichen Gebieten: Kröten, die auf ihrem Weg vom Winterquartier im Wald zum Laichgewässer von Autos überfahren wurden. Naturschützer stellen deshalb an vielen Orten Zäune auf und graben am Zaun entlang Eimer in die Erde, in denen sich die Tiere sammeln. Dann werden sie von den Helfern über die Straße getragen. Die Wanderung beginnt je nach Witterung schon Ende Februar, wenn die Tage länger werden und die Amphibien aus ihrer Winterstarre erwacht sind. 285 Tiere zählten die Angela-Schüler an ihrem Forschungstag, davon 259 Erdkröten. Außerdem fanden sie Grasfrösche, Bergmolche und Teichmolche.

KRÖTEN SIND DOCH NICHT EKLIG! Die Klasse 6a der Angelaschule machte Bekanntschaft mit den Amphibien. Foto: Egmont Seiler
Autor:
andi


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