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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Der Sprit aus der Pommesbude
Zwischenüberschrift:
Das Auto von Wolfgang Potratz fährt mit Rapsöl und Frittierfett
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der Sprit aus der Pommeshude

Das Auto von Wolfgang Potratz fährt mit Rapsöl und Frittenfett

Osnabrück Wenn Wolfgang Potratz im Supermarkt einkauft, dann nicht nur, um den eigenen Hunger zu stillen. Auch sein Auto freut sich über neue " Nahrung". Denn der kleine Citroen schluckt seit vergangenem Jahr auch herkömmliches Rapsöl.

Der Liter koste ihn 75 Cent, erklärt Potratz. Immerhin ein Viertel günstiger als der Diesel an der Zapfsäule. Noch sparsamer werde es, wenn Bekannte für ihn die Pommesbuden in der Umgebung abfahren und gebrauchtes Frittierfett abholen. Dennoch müsse er " wohl noch ein, zwei Jahre fahren", bis die Kosten für die Umrüstung wieder reingeholt seien.

Doch nicht des Geldes wegen habe er sich für Rapsöl entschieden, versichert Potratz, sondern der Umwelt zuliebe. Zusammen mit seiner Arbeitsgemeinschaft hat der Englisch- und Chemielehrer das Konzept zum Umstieg auf Salatöl erarbeitet und einbauen lassen. Diesen Einsatz würdigte auch das Forschungsministerium mit dem Hauptpreis in einem bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb.

37 Liter fasst der zusätzliche Öltank. " Damit komme ich 700 bis 800 Kilometer weit." Der Verbrauch entspreche ungefähr dem vor der Umrüstung. So ganz ohne Diesel kommt der Bad Essener allerdings nicht aus. Bis erwärmtes Kühlwasser das Öl auf Betriebstemperatur gebracht hat, brauche es ein paar Kilometer. Das Umschalten von Diesel- auf Ölantrieb funktioniere dann automatisch.

Der " Salatwagen" wird eines der Ausstellungsstücke bei " mobilemotion" sein. Das Mitte Juni auf dem Ledenhof stattfindende Informationswochenende wolle den Blick der Öffentlichkeit auf besonders umweltfreundliche Fahrzeuge lenken, erklärt Johannes Bartelt von Bündnis 90/ Die Grünen, zusammen mit dem Verkehrsclub Deutschland Ausrichter der Veranstaltung.

Potratz hat da seine eigene Methode: Schon öfter habe er sein Auto direkt auf dem Parkplatz des Supermarkts betankt, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Bisher allerdings ohne Erfolg. " Mich hat noch niemand angesprochen."

DA FREUEN SICH AUTO UND UMWELTSCHÜTZER: Wolfgang Potratz tankt seinen Wagen mit Salatöl. Foto: Jörn Martens
Autor:
hpet


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