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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Buga streichen oder weniger Schulreformen?
Zwischenüberschrift:
OB-Kandidaten diskutieren in der Berufsschule am Schölerberg über Bildung und wie sie bezahlt werden soll
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Originaltext:
Buga streichen oder weniger Schulreformen?

OB-Kandidaten diskutieren in der Berufsschule am Schölerberg über Bildung und wie sie bezahlt werden soll

OSNABRÜCK. Politik-Unterricht live erlebten gestern etwa 200 Schüler und Lehrer der Berufsbildenden Schulen am Schölerberg. Moderiert von Schulsprecherin Franziska Goldkamp und Schulleiter Dr. Michael Szewczyk, diskutierten auf dem Podium vier Kandidaten für den Osnabrücker Oberbürgermeisterposten. So viel kam bei den Zuhörern an: Bildung steht für Wolfgang Griesert (CDU), Michael Hagedorn (Grüne), Boris Pistorius (SPD) und Reinhard Sliwka (FDP) ganz oben auf der Prioritätenliste. Doch beharrlich arbeiteten die Moderatoren auch die Themen heraus, bei denen sich die Kandidaten in Nuancen oder noch deutlicher voneinander unterschieden. Bei der Sanierung der Schulgebäude sei in den vergangenen Jahren einiges aufgeholt worden, hob Sliwka hervor, amtierender Schuldezernent der Stadt. Von den 50 bis 60 Millionen Euro würden allein 25 Millionen in die Berufsschule an der Natruper Straße fließen. Würde auf Prestigeobjekte wie die Buga verzichtet, meinte Hagedorn, stünden noch mehr Mittel zur Verfügung, die in die Bildung investiert werden könnten. Hier widersprach Griesert: Immerhin habe man z. B. durch den politisch nicht leicht durchsetzbaren OWG-Verkauf 16 Millionen Euro für die Schulsanierung in die Kasse bekommen. Auch Pistorius befand, man dürfe nicht so locker das eine Projekt gegen das andere in Stellung bringen.

Im Übrigen, so der SPD-Kandidat an die Adresse der CDU, könne man durch unnötige Strukturänderungen im Bildungssystem eine Menge Geld sparen. Die von der CDU-Landesregierung abgeschaffte Orientierungsstufe habe die Stadt allein etwa 5 Millionen Euro gekostet. Geld, das man nach Pistorius' Überzeugung besser hätte verwenden können. Hier hakte Griesert ein: Die SPD habe bei ihrem jüngsten Landesparteitag eine zehnjährige Einheitsschule gefordert. Pistorius betonte, dass er durchaus Sympathie für eine möglichst lange gemeinsame Schulzeit habe. Gleichzeitig halte er aber eine erneute Schulstrukturreform derzeit nicht für realisierbar: " Sie können nicht einem Rückschritt um 30 Jahre mit einem Fortschritt um 50 Jahre begegnen." Als OB, der sein Amt parteipolitisch unabhängig führen müsse, könne er den Zwiespalt zwischen seiner Position und einem SPD-Parteibeschluss gut aushaken.

Unterschiede entlockten die Moderatoren den Kandidaten auch in der Frage, wie sie Kinder und Jugendliche an kommunalpolitischen Entscheidungen beteiligen wollen. Das von der Ratsmehrheit beschlossene Aus des Kinderbüros vertritt Griesert, die übrigen halten es für falsch. Jugendparlamenten oder anderen stehen alle vier offen gegenüber.

Auf die konkrete Frage, wann noch nicht sanierte Gebäude ihrer Schule an der Reihe seien, konnten alle Kandidaten nur auf den mittelfristigen Finanzplan verweisen. Das Turnhallendach, Kosten gut 500.000 Euro, komme im nächsten Jahr dran, zwei weitere Trakte 2008 oder 2009.

Schulleiter Szewczyk und Sprecherin Goldkamp waren mit ihrer Veranstaltung, die sie seit Februar vorbereitet hatten, zufrieden. " Viele haben sich darauf gefreut", berichtete Franziska Goldkamp. Auch wenn dann von den Schülern keine Frage gekommen sei: " Es hat sich für uns gelohnt."
Autor:
swa


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