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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Durchsuchung auf der Mülldeponie
Zwischenüberschrift:
Leyendecker: Völlig überrascht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Durchsuchung auf der Mülldeponie

Leyendecker: Völlig überrascht

OSNABRÜCK. Auf Grund einer anonymen Anzeige hat die Osnabrücker Staatsanwaltschaft in der letzten Woche auf der Mülldeponie Plesberg und in der neuen Abfallwirtschaftszentrale an der Hafenringstraße Unterlagen beschlagnahmt. Der Verdacht: Auf dem Piesberg soll von Ende Mai 2005 bis Anfang des Jahres mehr Müll zwischengelagert worden sein als zulässig.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte gestern: " Wir haben in den Betriebsgebäuden die EDV-Daten der so genannten Verwiegescheine sichergestellt, auf denen die Gewichte der ein- und ausfahrenden Fahrzeuge festgehalten werden, um den Vorwurf zu überprüfen."

Ende Mai 2005 wurde die Mülldeponie auf dem Piesberg offiziell geschlossen. Allerdings gab es die Genehmigung, auf dem Piesberg Müllmengen bis zur Fertigstellung der Herhof-Müllbehandlungsanlage im Osnabrücker Hafen zwischenzulagern. Dort werden seit Anfang Februar die 85000 Tonnen Restmüll aus Stadt und Landkreis zum Ersatzbrennstoff Stabilat verarbeitet. Die jetzt plötzlich im Raum stehende Frage: Gab es bei der Zwischenlagerung Unregelmäßigkeiten, und ist nicht nur Restmüll, sondern auch Gewerbemüll eingelagert worden?

Der Erste Stadtrat Karl-Josef Leyendecker, zu dessen Aufgabenbereich seit November letzten Jahres, als der bisherige Abfallwirtschafts-Chef Willi Niggemann in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet wurde, auch die Geschäftsführung des städtischen Eigenbetriebs zählt: " Ich bin von den Ermittlungen völlig überrascht worden und hoffe, dass sich die Sache schnell aufklären lässt." Er geht davon aus, dass der Verdacht nicht begründet ist, wollte zu Details und Mengen aber keine Stellung nehmen. Fakt ist: Die Müllentsorgung auf dem Piesberg galt in Fachkreisen als " konkurrenzlos günstig". Der Gewerbemüllpreis lag zum Beispiel bei 98 Euro die Tonne, als andere Entsorger schon rund das Doppelte forderten. Sollte sich tatsächlich noch eigentlich zwischengelagerter Müll auf der Deponie befinden, käme dessen Entsorgung die Stadt teuer - und möglicherweise letztlich auch den Gebührenzahler.

Auf der Mülldeponie am Piesberg soll zu viel Müll zwischengelagert worden sein.

Foto:
Jorn Martens
Autor:
Wolfgang Elbers


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