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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Beim Bau schieden sich die Geister
Zwischenüberschrift:
Debatte auf Ortsratssitzung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Beim Bau scheiden sich die Geister

Debatte auf Ortsratssitzung

OSNABRÜCK. Gibt es in Osnabrück bereits genügend leere Bauplätze? Oder müssen weitere Neubaugebiete ausgewiesen werden, um Neubürger anzulocken, bevorzugt junge Familien mit Kindern? An dieser Grundsatzfrage scheiden sich die Geister. Auch in der voraussichtlich vorletzten Sitzung des vor der Auflösung stehenden Ortsrates Darum-Gretesch-Lüstringen stand sie noch einmal zur Debatte.

Es ging um eine etwa zwei Hektar große Ackerfläche zwischen Schledehauser Weg und Waldrand. Der Grundstückseigentümer, ein Landwirt, bemüht sich schon länger darum, dass sie in Bauland umgewandelt wird. Durch den Bebauungsplan 402 (Schledehauser Weg/ westlich Bruchweg) will die Verwaltung dies nun möglich machen: Bis zum Bereich der Einmündung Fontaneweg könnten etwa zehn Einfamilienhäuser entstehen.

Doch bei der SPD-Mehrheit im Ortsrat, die eine Bebauung des Areals stets abgelehnt hatte, stieß dieser Vorschlag erwartungsgemäß auf wenig Gegenliebe: Es gebe bereits genug Bauflächen, lautete der Tenor. " Man will hier eine bestimmte Klientel bedienen, die auf teuren Grundstücken frei stehende Einfamilienhäuser bauen will", so der Verdacht von Ortsbürgermeister Frank Henning. Dies gehe auf Kosten des Landschaftsschutzes.

Henning kritisierte vor allem, dass der Bebauungsplan kaum Auflagen enthalte. Anderswo werde sogar die Farbe der Dachpfannen festgelegt. Hier hingegen sei es aus Gründen der Klientelpolitik nicht einmal vorgesehen, die Ausrichtung ihrer Häuser nach Süden vorzuschreiben, so dass sie die umweltfreundliche Solarenergie nutzen könnten.

Dieter Schwarze (FDP) widersprach. Eine Südausrichtung der Häuser sei ja durchaus möglich - aber eben nur, wenn die Bauherren dies auch wünschten. Schließlich seien auch andere ökologische Bauweisen denkbar, wie beispielsweise Passivhäuser.

Mit den Stimmen seiner SPD-Mehrheit sprach sich der Ortsrat schließlich gegen die Einleitung der frühzeitigen Bürgerbeteiligung aus. Die endgültige Entscheidung darüber liegt allerdings beim Stadtentwicklungsausschuss. Dort haben CDU und FDP die Mehrheit.

Einigkeit herrschte dagegen im Ortsrat, als die SPD-Fraktion beantragte, eine der Straßen im neuen Baugebiet Sandkuhle König nach dem katholischen Priester und Universitätsprofessor Johannes Vincke zu benennen. Der Kirchenhistoriker war 1967 zum letzten Ehrenbürger seiner damals noch selbstständigen Heimatgemeinde Gretesch gewählt worden.
Autor:
ack


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