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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Warten aufs Wartehäuschen soll bald ein Ende haben
Zwischenüberschrift:
Bushaltestelle am Nahner Friedhof: Langsame Fortschritte
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Warten aufs Wartehäuschen soll bald ein Ende haben

Bushaltestelle am Mahner Friedhof: Langsame Fortschritte

OSNABRÜCK. Seit drei Jahren setzt sich Renate Roux dafür ein, dass die Bushaltestelle am Nahner Friedhof ein Wartehäuschen bekommt. Aber das lässt, wie der Name schon sagt, auf sich warten. Neuerdings kann die 64-jährige Witwe beim Warten immerhin auf einer Sitzbank Platz nehmen. Und wenn alles nach Fahrplan läuft, wird es bald einen Wetterschutz geben.

Regelmäßig fährt die ehemalige Versicherungsangestellte mit dem Bus zum Nahner Friedhof, um das Grab ihres Mannes zu pflegen. Wenn sie nach getaner Arbeit an der Iburger Straße auf die Linie 464 wartet, steht sie im Regen, im Schneegestöber oder in der prallen Sonne.

Renate Roux ist nicht die einzige Friedhofsbesucherin, die sich darüber ärgert. Aber sie ist die einzige, die hartnäckig immer wieder für ein Wartehäuschen eingetreten ist. Bei den Stadtwerken, beim Fahrgastbeirat und bei der Stadt. Aber bei den Verantwortlichen erreichte sie damit offenbar noch nicht die Relevanzschwelle.

Als Renate Roux merkte, dass sie nicht weiterkam, wollte sie schon auf eigene Rechnung eine ausrangierte Wartehalle aus Georgsmarienhütte aufstellen lassen. Aber das missfiel den Stadtwerken, die auf ein einheitliches Frscheinungsbild bedacht sind.

Erst durch einen Bericht in unserer Zeitung kam die Sache langsam ins Rollen. Das war heute vor drei Monaten. Stadtbaurat Wolfgang Griesert, als Oberbürgermeisterkandidat der CDU stets auf der Suche nach volksnahen Themen, fing den Ball auf und versprach Abhilfe. Wenige Tage später stellten die Stadtwerke ein neues Haltestellenschild auf, weil das alte mit Graffiti verschmiert war. Das hatte wohl ein Verantwortlicher auf dem Zeitungsfoto erkannt.

Kurze Zeit später stieß Renate Roux an der fraglichen Stelle ganz unerwartet auf eine viel versprechende Pflasterung. Dabei blieb es dann für ein paar Monate. Bis vor einigen Tagen die Bank neue Hoffnungen weckte. Stadtbaurat Wolfgang Griesert hat sie aufstellen lassen, um schon mal ein Zeichen zu setzen: " Die stand bei uns noch auf dem Bauhof herum."

Renate Roux freut sich " ganz tüchtig" darüber und hofft natürlich, dass es nicht dabei bleibt. Griesert ist zuversichtlich, dass bald der nächste Schritt folgt. Die Deutsche Städte-Medien (DSM) werde demnächst sämtliche Buswartehallen erneuern, kündigt er an. Eines der ausgemusterten Modelle werde dann am Nahner Friedhof aufgestellt. In zwei oder drei Monaten soll das Warten auf das Wartehäuschen ein Ende haben.

Der Fortschritt kommt scheibchenweise: Renate Roux freut sich über die Bank, hofft aber weiterhin auf ein Wartehäuschen an der Haltestelle.

Foto: Gert Westdörp
Autor:
rll


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