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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Abbrechen und abrechnen
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Niedersachsenbad bald nur noch ein Haufen Schutt
Artikel:
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Originaltext:
Abbrechen und abrechnen

Niedersachsenbad bald nur noch ein Haufen Schutt

OSNABRÜCK. Nicht mal für einen Euro wollte es jemand haben: Das Niedersachsenbad wird seit gestern abgerissen. In drei Wochen wird wohl nur noch ein Haufen Schutt von der 40 Jahre alten Schwimmhalle übrig sein. Nächstes Jahr sollen auf dem Gelände ein Supermarkt und Studentenwohnungen entstehen.

6000 Kubikmeter Beton, 250 Tonnen Stahl, 450 Kubikmeter Mauerwerk, 9 km Rohre und 25 km Installationsleitungen werden von der Firma Rhode im Auftrag abgetragen. Die Stadtwerke kalkulieren rund 180.000 Euro für den Abriss der Halle und die anschließende Verfüllung des Grundstücks.

Eine einfache Reparatur hätte dagegen 2, 6 Millionen Ruro gekostet, rechnet Roland Kettler, der Leiter der Bäderabteilung, vor. Und das mit einer Wärmedämmung nach dem Standard der 60er Jahre mit entsprechenden Folgekosten.

8.911.941 Badegäste wurden von 1966 bis 2005 im Niedersachsenbad gezählt - mit nachlassender Tendenz, weil sich das damals zuständige Sportamt mit dem Nettebad und dem Schinkelbad selbst Konkurrenz schuf. " Badegäste wachsen in den Stadtteilen leider nicht nach", bedauert Roland Kettler. Deshalb bestand seit 1999 der Plan, das Niedersachsenbad zu schließen und das Nettebad um eine Sportbahn zu erweitern, so wie es inzwischen geschehen ist.

Vor dem Abbruch haben die Stadtwerke einen Rettungsversuch für die Kunst am Bau unternommen. So wurde das 13, 5 m lange Wandrelief des Bremer Künstlers Claus Homfeld in Sicherheit gebracht. Stadtwerke-Prokurist Werner Tegeler sucht weiterhin einen Standort für die geschweißte Aluminium-Skulptur. Tegelers Hoffnung, das Resopal-Wandbild in der Eingangshalle zu erhalten, erfüllte sich nicht. Es zerbrach in mehrere Stücke.

Standort gesucht: das Relief der Eingangsfassade.

Erst das kleine Becken, dann die große Halle: Der Abbruch schreitet voran. Fotos: Jorn Martens
Autor:
rll


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