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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Osnabrück genießt und schweigt
Zwischenüberschrift:
Bundesstiftung Umwelt besteht 15 Jahre
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
rll OSNABRÜCK. Man nehme 1, 3 Milliarden Euro, stecke 1, 2 Milliarden davon in ökologische Projekte und behalte immer noch 1, 6 Milliarden. Das ist die Bilanz der Deutschen Bundesstiftung Umwelt seit 1991. Heute feiert die weltweit größte Umweltstiftung ihren 15. Geburtstag mit einem Festakt in Berlin. Und Osnabrück genießt noch immer schweigend seinen Triumph, Sitz dieses Wohltätigkeitsapparats geworden zu sein.

Mit der Standortentscheidung im März 1990 sind mehr als 100 Arbeitsplätze in Osnabrück entstanden - qualifizierte Jobs für Physiker, Biologen, Ingenieure, Pädagogen, Juristen und Anlagespezialisten. Über 82 Stellen verfügt die DBU, und ihre gemeinnützige Tochter, das Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK), beschäftigt 24 Mitarbeiter.

Das Tagungszentrum, das seit 2002 besteht, zählte im vergangenen Jahr 9671 Teilnehmertage (Mensch pro Tag). In den ersten Monaten des Jahres 2006 kamen schon 8796 Teilnehmertage zusammen. Viele dieser Besucher kommen von außerhalb. Über ihre Anwesenheit freut sich also das örtliche Hotel- und Gaststättengewerbe.

Zu den Standortfaktoren für Osnabrück zählt natürlich auch, dass sich der hohe Bekanntheitsgrad der Umweltstiftung in konkreten Projekten niederschlägt. So steht die ganze Region Schlange, um an die Fördertöpfe zu kommen. Der neue Wanderweg zum höchsten Punkt des Piesberges wird von der DBU mitfinanziert, das " Schüler-Kartoffelfeld" am WABE-Zentrum in Lechtingen profitiert von einem Zuschuss für " erlebnis- und handlungsorientierte Ernährungsbildung". Und dem Naturerlebnispfad an der Nackten Mühle hilft die Stiftung ebenfalls mit einer Geldspritze auf die Sprünge.

Mit fast 550000 Euro fördert die DBU die geplante Erlebnisausstellung " Bodentiere - Bodenschutz" die unterirdisch den Zoo mit dem Museum am Schölerberg verbinden soll. Ohne die Stiftung wären diese Projekte wohl kaum zu Stande gekommen - und viele andere auch nicht.

Da stellt sich abermals die Frage, warum die Stiftung damals nach Osnabrück gekommen ist. 1990 war es ausgemachte Sache, dass die 2, 5 Milliarden Mark, die der Bund aus dem Verkauf seiner Anteile an der Salzgitter AG erzielt hatte, in eine Umweltstiftung mit Sitz in Niedersachsen fließen sollten. Zu den Bewerbern gehörten neben Osnabrück und Salzgitter die Städte Hannover, Goslar, Peine, Braunschweig und Papenburg.

Da kurz zuvor mehrere neue Forschungseinrichtungen wie das Bundesamt für Strahlenschutz im östlichen Niedersachsen angesiedelt worden waren, rückte der westliche Landesteil in den Fokus der Politik. Eine Entscheidung für Osnabrück als Sitz der Umweltstiftung könnte dazu beitragen, " die Defizite im strukturschwachen Westniedersachsen zu mildern", hieß es damals. So geschah es, und die Freude in Osnabrück war riesig. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Steht Osnabrück gut zu Gesicht: das 1995 fertig gestellte Verwaltungsgebäude der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

Zu Fuß auf den höchsten Punkt des Piesberges: Die Umweltstiftung hilft der Stadt, diesen Traum zu erfüllen. Foto: Gert Westdörp
Autor:
rll


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