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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
220 Eure für 60 Jahre alten Kaktus
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker Sukkulentenbörse ist inzwischen die größte in Deutschland
Artikel:
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Originaltext:
220 Eure für 60 Jahre alten Kaktus

Osnabrücker Sukkulentenbörse ist inzwischen die größte in Deutschland

Osnabrück (hmd) Der Laie spricht häufig von Stacheln, der Fachmann hingegen von Dornen. Noch viel menr Wissenswertes gab es am Wochenende im Städtischen Berufsschulzentrum über Kakteen zu erfahren: Dort fand zum 28. Mal die Osnabrücker Kakteen- und Sukkulentenbörse mit über 50 Ausstellern statt.

In der Nähe des Eingangs hat Manfred Lörwald aus Arnsberg seinen Stand aufgebaut und direkt einen Blickfang platziert: Ein Ferocactus glaucescens, rund 60 Jahre alt und 40 Kilogramm schwer. Der stolze Preis: 220 Euro. Der Preis für die Pflanzen richte sich aber nicht nur nach Alter und Größe, sondern auch danach, wie schwer Ableger gezogen werden können, berichtet Frank Winkler vom Verein der Kakteenfreunde Osnabrück. Winkler hat zusammen mit seiner Frau Alice die Börse organisiert, die mittlerweile die größte in der Bundesrepublik ist. Auch aus Italien, England, Dänemark, Holland und Belgien sind Aussteller angereist. Dass die Börse so gut angenommen werde, liege an dem breiten Spektrum an Pflanzen und den vertretbaren Preisen, sagt Winkler.

Rainer Martin aus Bielefeld hat sich auf Sukkulenten (Wasser speichernde Pflanzen) aus Madagaskar, Kenia, Südafrika und Südamerika spezialisiert, die bisweilen einen bizarren Wuchs haben. Die meisten seien " ideale Zimmerpflanzen", die er in zwei Gewächshäusern mit insgesamt 200 Quadratmeter Fläche zieht.

Jede Art braucht ihre spezielle Pflege, berichtet Jürgen Sandkötter. Deshalb ist für die Aussteller auch die Beratung sehr wichtig. So benötigt etwa der Melokaktus im Winter mindestens 15 Grad Wärme, während der Echinocereus auch Frost verträgt. Sandkötter ist für sein Hobby im vergangenen Jahr nach Mexiko gereist, wo es die meisten Kakteensorten gibt. Dort fuhr er 9000 Kilometer durch die Wildnis, um seltene Arten zu suchen und zu fotografieren.

Sein Hobby hat er an seinem Sohn Kai weitergegeben, der mit 18 Jahren zu den jüngsten Ausstellern gehört. Nach fehlgeschlagenen Versuchen mit Tilansien, die ohne Wurzelansatz existieren, kam er über so genannte lebende Steine (Litops) zur Zucht von immer verschiedeneren Pflanzenarten. Auf der Börse handelt er nun auch mit der Euphorbia (ein Wolfsmilchgewächs) oder einer Geranie aus Südafrika, die nur im Winter wächst und dann kleine gelbe Blüten entwickelt.

DER JÜNGSTE AUSSTELLER auf der Kakteenbörse war gestern der 18-jährige Kai Sandkötter. Foto: Elvira Parton
Autor:
hmd


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