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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Im alten Ägypten hatten sie eine religiöse Bedeutung
Zwischenüberschrift:
Nilgänse brüten seit einigen Jahren auch an unseren Seen
Artikel:
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Originaltext:
Im alten Ägypten hatten sie eine religiöse Bedeutung

Nilgänse brüten seit einigen Jahren auch an unseren Seen

Osnabrück mlb

Ursprünglich gab es in Deutschland nur Graugänse, und die lebten in der Nähe der Meeresküsten. Doch inzwischen sind weitere Arten hinzugekommen, wie die Nilgans und die Kanadagans. " Diese Arten leben auch in Osnabrück an Ufern von Binnengewässern", sagt Ornithologe Norbert Niedernostheide vom Museum am Schölerberg.

Ob Nil- und Kanadagans die heimische Graugans verdrängen, ist laut Niedernostheide nicht eindeutig nachzuweisen - auch wenn die Graugans ihren ursprünglichen Lebensraum von den Küsten auf das Binnenland ausgeweitet habe.

Ursprüngliches Verbreitungsgebiet der Kanadagans ist Nordamerika. 1928 sind erste Populationen in Deutschland nachzuweisen. Nach einem Rückgang während des Zweiten Weltkriegs - der Grund war Nahrungsmangel - sind die Tiere nach 1955 in Parks ausgesetzt worden. Derzeit schätzt man den Bestand der Kanadagänse in Deutschland auf etwa 5000 Vögel, darunter etwa 300 bis 400 Brutpaare.

Leicht zu erkennen ist die Kanadagans an ihrem weißen Kehlfleck. Mit einer Körperlänge bis zu 110 Zentimetern gehört die Art zu einer der größten Gänse. Sie sind monogam - zu einer Neuverpaarung nach dem Tod des Partners kommt es oft erst nach einigen Jahren.

Obwohl die Nilgans ein Vogel ist, muss sie vom Menschen nach Deutschland gebracht worden sein, denn sie ist kein Zugvogel.

Auf der Brust und um die Augen haben die sonst bräunlich grauen oder bräunlich-gelblichen Tiere jeweils einen braunen Fleck.

Ihre Nester legen die Tiere gern auf Bäumen an, die in der Nähe von Gewässern stehen. Gibt es keine Bäume, weichen die bis zu 70 Zentimeter großen Tiere auch auf hohe Felsnischen aus - zur Not bauen sie ihre Nester auch auf dem flachen Boden.

Im alten Ägypten wurden die Tiere von reichen Bürgern in Gefangenschaft gehalten, denn sie hatten religiöse Bedeutung. Auch Römer und Griechen hielten sich die Vögel. Im 17. Jahrhundert wurden die Gänse in England und Schottland in Parks gepflegt. 1989 brüteten einzelne Paare in Nord- und Westdeutschland sowie in Baden-Württemberg. Inzwischen sind Nilgänse mit kleinen Populationen in fast ganz Mitteleuropa verbreitet. Mehr zur Nil- und Kanadagans und weiteren zugewanderten Tier- und Pflanzenarten zeigt noch bis zum 29. Januar 2006 die Ausstellung " Neobiota - Aliens im Vorgarten" im Museum am Schölerberg.

EINE NILGANS MIT IHREN JUNGEN. Die Vögel haben sich voll an unser Klima angepasst und können mehrmals im Jahr brüten.
Autor:
mlb


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