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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Hoffnung auf gute Ernte förmlich weggespült
Zwischenüberschrift:
Verlust von rund 15 Prozent erwartet
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrücker Land . Die Jagd nach den günstigsten Wetterprognosen hat Albert Schulte to Brinke aufgegeben. Seit einigen Tagen hat der Landwirt die Ernte eingefahren - als es für kurze Zeit trocken blieb. Das Abwägen hat ein Ende, die Entscheidung ist gefallen. Mit den Konsequenzen muss er wie alle anderen Bauern in der Region leben. Er rechnet mit einem finanziellen Verlust von bis zu 15 Prozent.

Anhaltender Regen, Sturm und Kälte haben dem Getreide zu schaffen gemacht. Besonders bei Roggen und Triticale (eine Kreuzung aus Weizen und Roggen) seien die Ernteausfälle " katastrophal", sagt Schulte to Brinke, der zugleich stellvertretender Kreisvorsitzender des Hauptverbandes des Osnabrücker Landvolkes (HOL) ist.

Aufgrund der anhaltenden Feuchte beginnt vielerorts das Getreide erneut zu keimen und treibt wieder aus. Es ist höchste Zeit, die Ernte einzufahren. Doch die Feuchte erschwert das Dreschen des Korns. Die Qualität des Produkts leide zudem, sagt Schulte to Brinke. Um das Getreide zu lagern und zu trocknen, müssen die Landwirte tief in die Tasche greifen.

Landvolkvizepräsident Otto Deppmeyer hofft, dass sich qualitativ hochwertige Partien mit einem Aufpreis im Markt platzieren lassen werden und " damit zu einem bescheidenen Ausgleich der herben Verluste beitragen können". In den letzten Wochen sei die Hoffnung auf eine gute Ernte förmlich weggespült worden.

Wie hoch der finanzielle Schaden für die Region tatsächlich ist, kann noch niemand genau sagen. Dazu sei es einfach zu früh, sagt Schulte to Brinke. Einen Hoffnungsschimmer sieht er allerdings: " Der Mais freut sich über den Regen." Daher blickt der Landwirt aus Bad Iburg zuversichtlich auf die Ernte im Herbst.

" Auf schlagkräftige Partner angewiesen"

Mit einem blauen Auge sind die Ackerbauern nach Ansicht des Landvolks lediglich bei der Wintergerste davongekommen. Das Getreide, das in Niedersachsen auf einer Fläche von knapp 15 000 Hektar angebaut wird, war bereits vor Beginn des Dauerregens abgeerntet worden und konnte die Trockenheit im Juni zur Abreife nutzen. Handel und Genossenschaften als direkte Vertragspartner der Landwirte würden nun zusätzlich gefordert sein, den Bedarf der niedersächsischen Verarbeitungsunternehmen wie Mühlen und Mälzereien mit den gewünschten Partien sicherzustellen, sagte Deppmeyer. " Das Jahr 2005 hat uns sehr deutlich gemacht, dass wir auf schlagkräftige Partner von der Ernte über die Aufbereitung bis hin zur Vermarktung angewiesen sind." Er äußerte die Hoffnung, dass sich die Preise gegenüber dem Vorjahr etwas stabilisierten.

Schulte to Brinke ist erleichtert, dass er sein Getreide abgeerntet hat, und das, wie er selbst sagt, noch einigermaßen zufrieden stellend. Er konnte die Restfeuchte des Getreides auf 15 Prozent drücken. Optimal sind 14 Prozent.
Autor:
mho, Eb


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