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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Wie groß darf das Parkhaus von L + T sein?
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Gutachter: 480 Autos vertretbar
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Wie groß darf das Parkhaus von L + T sein?

Gutachter: 480 Autos vertretbar

rll OSNABRÜCK. Verkraftet es die Innenstadt, wenn künftig 480 Autos zu L + T fahren und parken? Ein Verkehrsgutachten kommt zu dem Schluss, dass diese Zahl gerade noch vertretbar sei.

In der vorhandenen Tiefgarage des Modehauses können 240 Autos parken. 240 zusätzliche Stellplätze will L+ T im Zusammenhang mit der 30-Millionen-Euro-Erweiterung in einem neuen Parkhaus schaffen. Dieses Parkhaus soll eine Zufahrt zur Kleinen Domsfreiheit bekommen und unterirdisch mit der bestehenden Tiefgarage verbunden werden.

Von der Stadt werden die Ausbaupläne des Modehauses unterstützt. Im Zusammenhang mit dem Parkhaus tauchte jedoch die Frage auf, ob das Verkehrssystem der Innenstadt die Mehrbelastung noch verträgt. Immerhin stauen sich die Autos schon jetzt regelmäßig an der Herrenteichsstraße.

Die Antwort gab jetzt der Verkehrsplaner Reimer Thiessen vom Planungsbüro Hahm pbh vor dem Stadtentwicklungsausschuss. Er hat im Auftrag von L+ T ein Gutachten erstellt und verschiedene Szenarien beleuchtet. Das Extremste geht von der Annahme aus, dass in der L+ T-Garage nicht 480, sondern 720 Autos Platz finden.

Dann müsste an der Kreuzung Möserstraße/ Georgstraße wieder eine Ampel aufgestellt werden, und der Zebrastreifen müsste verschwinden. Probleme erwartet Thiessen für diesen " worst case" auch an der Wittekindstraße. Die Kreuzung vor Galeria Kaufhof sei schon jetzt extrem belastet. Bei einer weiteren Steigerung reiche die Ampelumlaufzeit von 84 Sekunden nicht mehr aus. So müssten zwischen zwei Phasen möglicherweise 100 oder 120 Sekunden einkalkuliert werden.

Die etwas mildere Variante mit 480 Stellplätzen werfe diese Probleme nicht auf, rechnete Thiessen vor. 240 davon gebe es bereits, zwischenzeitlich habe es 120 ebenerdige Plätze gegeben, und 60 seien für Dauerparker reserviert. Unter dem Strich würden also nur 60 zusätzliche Kurzzeitparkplätze entstehen, lautete die Gleichung.

Für den Verkehr sei dieses zusätzliche Aufkommen vertretbar, meinte der Experte, allerdings nicht optimal. Für die Stadt stelle sich die Frage, ob sie der Entwicklung des Einzelhandelsstandorts Priorität geben wolle.

" Osnabrück ist in der glücklichen Lage, dass der Verkehr fließt"
Reimer Thiessen, Verkehrsplaner

Osnabrück sei in der glücklichen Lage, " dass der Verkehr fließt", vermerkte Thiessen. In Münster und anderen Städten komme es weitaus häufiger zum Stillstand.

Auch Verkehrsplaner Hans-Jürgen Apel schloss sich dem Plädoyer für das Parkhaus an: " Wir glauben, dass dies gerade noch verkehrlich vertretbar ist." Stadtbaurat Wolfgang Griesert sprach sich für die Park-haus-Planung aus. Sie sei " städtebaulich richtig".

Der FDP-Politiker Thomas Haarmann schlug vor, auf den Anzeigetafeln künftig nicht mehr die Zahl der freien Plätze im Parkhaus anzugeben, sondern die voraussichtliche Wartezeit im Stau davor. Solche Überlegungen gebe es schon, berichtete Hans-Jürgen Apel, allerdings sei diese Idee bislang nirgendwo realisiert worden. Es sei sinnvoll, diesen Gedanken weiterzuverfolgen.
Autor:
rll


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