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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Inhalt:
Überschrift:
Moskau in der Wüste
Zwischenüberschrift:
Seit 80 Jahren Badespaß und Freizeitvergnügen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Moskau in der Wüste

Seit 80 Jahren Badespaß und Freizeitvergnügen an der Limberger Straße

tos OSNABRÜCK. Hier haben viele Osnabrücker schwimmen gelernt: Das traditionsreiche Osnabrücker Moskaubad an der Limberger Straße bietet seit 1926 Wasserratten Badespaß und Freizeitvergnügen. 1997 wurde das Neustädter Freibad (wie es eine Zeit lang hieß) grundlegend umgestaltet und bekam sein heutiges modernes Gesicht. Ein Jahr später wurde das Schwimmbad um eine neue Kleinschwimmhalle ergänzt.

Nur in Osnabrück liegt " Moskau in der Wüste": Warum das Bad im Stadtteil Wüste " Moskau" heißt, ist nicht genau geklärt. Vermutlich geht der Name auf ein Ausflugslokal zurück, das in einer ehemaligen Papiermühle zwischen Limberger und Kokscher Straße nach 1807 eröffnet wurde. Der Name wurde wohl als Ausdruck des Widerstandes gegen Napoleon gewählt, als dieser durch den großen Brand der russischen Hauptstadt Moskau 1812 zum Rückzug gezwungen wurde. Eine andere Erklärung vermutet, dass sich hinter dem Namen " Moskau" das plattdeutsche Wort für " moosige Aue" verbirgt.

In früheren Zeiten, das zeigt die Aufnahme von Rudolf Lichtenberg aus den 30er Jahren, wagten Mutige den Sprung vom Zehnmeterturm. 1954 wurde ein neuer Turm errichtet, heute ist das Dreimeterbrett die höchste Absprungmöglichkeit. Gute Sicht auf alles hat man von der Tribüne, die in den 30er Jahren ausgebaut wurde. Das im Krieg durch Bomben zerstörte Schwimmbad wurde 1945 von der britischen Militärverwaltung renoviert, so dass die Osnabrücker sich nur ein Jahr später wieder in die kühlen Fluten stürzen konnten.

Zeitreise

Über mangelnde Besucherzahlen konnte sich das beliebte Schwimmbad in seiner 80-jährigen Geschichte nie beklagen. Die Osnabrücker sind abgehärtet: Als das Bad im August 1926 eröffnet wurde, regnete es zwar in Strömen, unerschrockene Schwimmsportler nahmen ihre neue Badeanstalt trotzdem mit einem Riesenfest in Besitz. Heute können sich weniger abgehärtete Badegäste bei schlechtem Wetter in die Schwimmhalle zurückziehen.

Mutige wagten früher den Sprung vom Zehnmeterturm, den heute ein Dreimeterturm abgelöst hat. Im Hintergrund ist der Turm der Katharinenkirche zu erkennen.
Die Aufnahme von Rudolf Lichtenberg ist dem Buch " Alt-Osnabrück". Band 1. entnommen, erschienen im Verlag H. Th. Wenner

Badespaß mit Erlebnisbecken. Wellenball, einer kunterbunten Rutsche und einer ausgedehnten Gartenlandschaft bietet das moderne Multifunktionsbad heute. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
tos


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