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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
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Inhalt:
Überschrift:
Von Wasserprobe bis Leichenschau
Zwischenüberschrift:
Das macht der Amtsarzt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von Wasserprobe bis Leichenschau

Das macht der Amtsarzt

S. OSNABRÜCK. 23 Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen, 1000 Arztpraxen, 500 Schulen und Kindertagesstätten sowie 400 Apotheken unterliegen in der Region Osnabrück der Hygieneüberwachung. Dazu kommen 70 Wasserwerke, 7500 Kleinanlagen wie private Brunnen und 42 Bäder, deren Qualität regelmäßig untersucht werden muss.

In seiner letzten Sitzung dieser Legislaturperiode erhielt der Sozial- und Gesundheitsausschuss einen Überblick über die Aufgaben des Amtsärztlichen Dienstes und des Gesundheitsschutzes samt Umwelthygiene. Amtsarzt Dr. Gerhard Bojara vom gemeinsamen Gesundheitsdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück zeigte in seinem Vortrag die Spannbreite der Arbeitsfelder auf.

Außer der Begutachtung der Beschäftigten von Stadt und Landkreis stellen die Amtsärzte unter anderem auch die Verhandlungs- und Haftfähigkeit mutmaßlicher Straftäter oder für die Ausländerbehörde die Reise- und Flugfähigkeit von Menschen fest, die abgeschoben werden sollen. Neu, so Bojara, sind seit der Einführung von Hartz IV Untersuchungen auf Arbeits- und Erwerbsfähigkeit.

Steigend sei die Zahl der Begutachtungen zur Dienstfähigkeit: Während es im vergangenen Jahr 277 Gutachten waren, seien es in den ersten fünf Monaten 2006 bereits 202 gewesen. In erster Linie würden Lehrkräfte untersucht, die vorzeitig in den Ruhestand gehen wollen.

Zu den Pflichtaufgaben gehört die Leichenschau vor Einäscherungen. 2005 waren es 2046 an der Zahl. Bürger, die mit Medikamenten, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, ins Ausland reisen wollen, brauchen vom Amtsarzt eine Bescheinigung, damit sie nicht an der Grenze festgehalten werden.

Vorbeugen ist besser als heilen: Um Krankheiten zu verhindern, werden Kliniken und Praxen auf ihre Hygiene untersucht. Auf der Liste der Kontrolleure stehen auch Massagepraxen, Fußpflege-Salons und Piercing-Studios. Stichproben werden zudem in Einzelhandelsgeschäften gemacht, in denen frei verkäufliche Medikamente angeboten werden.

Schwerpunkte 2005 und im laufenden Jahr waren nach Auskunft des Amtsarztes unter anderem die Ausbreitung des Hantavirus, die Vogelgrippe und Fälle von Hirnhautentzündung. In einem Ausblick kündigte Bojara an, angesichts der weiteren Ausweitung von HIV verstärkt auf Aufklärung zu setzen. Der Gesundheitsdienst werde außerdem weiter für Impfungen - nicht nur gegen Masern - werben. Angesichts der Diskussion um Feinstaub und neue Messwerte werde dieses Thema an Bedeutung gewinnen.
Autor:
S.


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