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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Scheietert ein Baugebiet am Lärm der Autobahn?
Zwischenüberschrift:
Atter: Investor müsste die Schutzwand selbst erhöhen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Scheitert ein Neubaugebiet am Lärm der Autobahn?

Atter: Investor müsste die Schutzwand selbst erhöhen

Atter( ack)
Geht es nach dem Ortsrat Atter, soll nördlich der Karl-Barth-Straße ein Neubaugebiet entstehen. Das sei schon seit vielen Jahren " parteienübergreifender politischer Wille", betonte CDU-Fraktionschef Joachim Tegeler bei der Sitzung am Mittwochabend, Niemand widersprach. Doch aus den Plänen könnte trotzdem nichts werden.

Denn wenn die Stadt ein neues Wohngebiet ausweist, muss sie viele gesetzliche Vorschriften beachten. Unter anderem darf die Lärmbelästigung die festgelegten Grenzwerte nicht überschreiten. Doch im Westen des Areals liegt die A 1, die an dieser Stelle täglich von etwa 100000 Fahrzeugen befahren wird. Und im Osten verläuft die Birkenallee, die es immerhin auf bis zu 6500 Durchfahrten bringt.

" Die Lärmbelastung liegt deutlich über dem, was zulässig ist", brachte Thomas Rolf vom Fachbereich Städtebau daher das größte Hindernis für ein Baugebiet auf den Punkt.

Zwar werde Im kommenden Jahr in Atter entlang der A1 eine Schallschutzmauer gebaut. Doch diese werde nur 4, 50 Meter hoch sein. Damit sei sie zu niedrig, um den Lärmpegel auch nördlich der Karl-Barth-Straße in einem erträglichen Rahmen zu halten. Anderswo im Stadtgebiet seien die Schutzwände doch auch drei Meter höher, erwiderte der Grüne Wolfgang Grönemeyer verständnislos.

" Warum plant man nicht auch hier eine 7, 50 Meter hohe Wand?" Nach seinen Informationen sei eine 4, 50-Meter-Wand ohnehin nicht genug, um den Autobahnkrach vom Atteraner Ortskern im Nordosten fernzuhalten.

Stadtplaner Rolf widersprach. Für den Schutz des Ortskerns reichten die geplanten 4, 50 Meter aus fachlicher Sicht aus. Im Übrigen habe der Bund als Autobahn-Eigentümer nur die Verpflichtung, die nächstgelegene Bebauung vor Lärm zu schützen. Und das seien die Häuser zwischen Karl-Barth-Straße und Preußenweg in Atterfeld - und nicht der Atteraner Ortskern. " Es wird vom Bund nur das gemacht, was gemacht werden muss - nicht mehr und nicht weniger", bedauerte Rolf. Auch eine später geplante Bebauung werde bei der Errichtung von Schutzwänden anders als früher nicht mehr berücksichtigt.

Ein Neubaugebiet könne unter dem Strich nur Realität werden, wenn ein Investor die zurzeit noch gar nicht gebaute Lärmschutzwand nachträglich aus eigener Tasche erhöhen lasse. Eine entsprechende Zusage gibt es nach den Worten von Rolf aber bislang nicht.

Bleibt das Neubaugebiet an der Karl-Barth-Straße also ein Wunschtraum? Der Ortsrat von Atter gibt sich noch nicht geschlagen. Er will weiter nachhaken, ob sich nicht doch noch eine Kompromisslösung finden lässt.
Autor:
ack


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