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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Die Ratsschule als "Bildungspalast" betrachtet
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100 jahre Ratsgymnasium am Schlossgarten: Festakt und Hausbesichtigung
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Die Ratsschule als " Bildungspalast" betrachtet

100 Jahre Ratsgymnasium am Schlossgarten: Festakt und Hausbesichtigung

fhv OSNABRÜCK. 100 Jahre Ratsgymnasium am Schlosswall. Ein Neubau für das Schulgebäude zum Preis von 6, 2 Millionen. Und dann noch der Abschied von dem altgedienten Schulleiter Hartmut Ranke: Das Ratsgymnasium hat in diesen Tagen viel zu feiern. Gestern bedankte sich die Schule schon mal bei der Stadt Osnabrück für das sanierte Gebäude.

Vor über 400 Jahren ist das Ratsgymnasium vom damals protestantischen Magistrat der Stadt Osnabrück als bewusster Gegenentwurf zum katholischen Carolinum gegründet worden. Wie viel von diesen Gegensätzen bis heute noch Bestand hat, mag dahingestellt bleiben. Fassbar wird die alte Realität eigentlich nur noch bei den Regatten der beiden Ruderriegen.

Gleichwohl schwang ein wenig von der besonderen Bestimmung des " Ratsgymnasiums" mit, als Oberstudiendirektor Hartmut Ranke zum gestrigen Festakt neben dem Oberbürgermeister und allen vier OB-Kandidaten auch die zahlreichen Ratsmitglieder besonders willkommen hieß: " Weil sie hierher gehören", so seine schlüssige Begründung.

Dass die Stadt trotz aller Haushaltsprobleme so tief in die Tasche gegriffen hat, sei schon ein herzliches Dankeschön wert, sagte Ranke weiter: " Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen."

Und dann griff er auf die euphorische Dankesrede seines Vorgängers Gymnasialprofessor Friedrich Knoke zurück, die dieser bei der Einweihung des Neorenaissance-Baus von 1906 gehalten hat. Von einem " Bildungspalast" war damals die Rede, von der Verpflichtung, der heranwachsenden Jugend nicht nur das Beste aus der Welt des Geistes anzubieten, sondern ihr auch ein Gebäude zu geben, in dem körperliche Gesundheit und geistige Anstrengungen gefördert, Gemüt und Geschmack gebildet, werden können. " Wie sich doch die Probleme gleichen", so der Kommentar des Direktors von 2006, der bei aller Dankbarkeit für das Erreichte doch eine Bitte anfügte: Der Schulhof, " der Park des Bildungspalastes", bedürfe noch der Überarbeitung.

Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip nahm diesen Ball gerne auf. Der Schulhof stehe bereits im kommenden Haushalt, versicherte er. " und wir beide kommen dann als Pensionäre zur Eröffnung". Zugleich betonte Fip aber auch die wichtige Rolle, die das Ratsgymnasium (" seit 1595 ein Anliegen der ganzen Stadt") in der Region spiele: Hier spiegele sich die Identität dieser Schule. Deshalb seien die jetzt ins Gebäude investierten 6, 2 Millionen Euro auch richtig ausgegeben worden, " der Bau kann sich sehen lassen".

Wovon sich dann Elternvertreter, Lehrer, Rat und Verwaltung nach der wohltuend kurzen Feierstunde in der Aula beim gemeinsamen Rundgang durchs Gebäude überzeugten.

Als " Bildungspalast" wurde das Ratsgymnasium bei seiner Einweihung 1906 vom Direktor Friedrich Knoke bezeichnet: Die Architektur zitiert die Renaissance und knüpft damit an die Gründungsgeschichte der Schule an.

Hausherr und Hausvater: OB Hans-Jürgen Fip (links) und der scheidende Oberstudiendirektor Hartmut Ranke in der Vorhalle des Ratsgymnasiums. Foto: Michael Hehmann
Autor:
fhv


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