User Online: 2 | Timeout: 10:53Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Das große Durchatmen
Zwischenüberschrift:
Temperatursturz nach dem Gewitter
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Das große Durchatmen

Temperatursturz nach dem Gewitter

OSNABRÜCK. " Bitte verlassen Sie sofort das Wasser!" Wer nicht schon zum Himmel geschaut hatte, verließ nach dieser Aufforderung des Bademeisters am frühen Samstagabend fluchtartig die Badebecken und das Moskaubad: Gewitter zog über der Stadt auf und brachte zumindest vorübergehend die ersehnte Abkühlung.

Lange hatten die Osnabrücker unter der Hitze gelitten, die für Donnerstag angekündigten Gewitter waren an der Stadt vorbeigeschrammt. Am Samstagabend gegen 17.30 Uhr endlich zogen dunkle Wolken auf, und die Menschen hofften auf Abkühlung und auf Regen.

Überall wurden die Kissen der Liegen und Stühle in Sicherheit gebracht, Sonnenschirme zusammengeklappt, Fenster geschlossen. Keiner wusste, ob aus dem angekündigten Gewitter ein Unwetter werden würde.

Donnergrummel, stärkerer Wind und ein Schauer, dessen Tropfen in der Erde schnell wieder verdunsteten, mehr kam allerdings nicht. Dabei hätten Bäume und Blumen dringend viel Wasser gebraucht. Heftiger allerdings war der Temperatursturz:

Hatte man am Mittag noch bei 32 Grad in der Sonne gesessen, fiel das Thermometer innerhalb von zwei Stunden (16 bis 18 Uhr) um satte zehn Grad auf erträgliche 22 Grad nach dem Gewitter.

Aufatmen überall, durchatmen. Fenster wurden geöffnet, Durchzug sollte die aufgeheizten Wohnungen etwas abkühlen.

Doch schon bald die Ernüchterung: Durch den kurzen Schauer war die Luftfeuchtigkeit emporgeschossen: Von gesunden 40 auf 100 Prozent. Wie in einer Waschküche war es. Dabei blieb es auch die nächsten Stunden. Hatte man vor einigen Tagen der Wäsche noch beim Trocknen zuschauen können, so blieb sie jetzt klamm.

Schlechtes Wetter kommt meist am Wochenende, wenn alle frei haben. So auch am Samstag. Doch zum Glück mussten die vielen Grillpartys nicht abgesagt werden: Schon bald nach dem kurzen Regenschauer roch die Luft überall nach Holzkohle und gebratenen Würstchen. Nicht einmal eine Jacke war am Abend erforderlich bei den vielen Open-Air-Partys.

Gestern wusste das Wetter noch nicht so recht, wie es sich entscheiden sollte. Die Luftfeuchtigkeit blieb hoch, es wurde wieder warm. Am Nachmittag dasselbe Spielchen: Grummeln und ein leichter Landregen. Danach wieder Waschküche und steigende Temperaturen. Am frühen Abend noch ein kräftiger Guss. Die Wärme wird uns nach Angaben der Meteorologen in den nächsten Tagen erhalten bleiben: Es wird wieder bis zu 33 Grad. Sollte es dann nicht regnen, bleibt deshalb die Bitte der städtischen Grünpfleger aktuell, die Osnabrücker mögen die Straßenbäume vor ihren Häusern ausgiebig gießen.

Temperatursturz am Samstag nach dem Gewitter. Die Abkühlung tat allen gut.Quell«: Deutscher Wetterdienst
Autor:
d.


Anfang der Liste Ende der Liste