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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Im Lift zum Gleis: Die Bahn tut was
Zwischenüberschrift:
Bis Ende 2007 soll jeder bahnsteig per Aufzug erreichbar sein
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von Wilfried Hinrichs

OSNABRÜCK. Gehbehinderte werden bald jeden Bahnsteig im Osnabrücker Hauptbahnhof ohne fremde Hilfe erreichen können. Die Bahn investiert zwei Millionen Euro in neue Aufzüge. Die Arbeiten haben begonnen.

Seit Jahren drängen Fahrgast-Verbände und die Stadt auf einen barrierefreien Bahnhof. Reisende im Rollstuhl sind zurzeit noch auf Hilfe der Bahnmitarbeiter angewiesen. Sie bringen Gehbehinderte in den Lastenaufzügen auf die gewünschte Ebene. Damit ist bald Schluss. Bis Ende 2007 werden nach den Worten von Bahnhofsmanager Axel Sauert alle Bahnsteige mit Personenaufzügen ausgestattet sein.

Begonnen haben die Arbeiten an der Ost-West-Verbindung Bad Bentheim-Hannover (Bahnsteig 11 und 12). " Wir tun was" steht auf einem Schild neben dem Zugang zum Gleis Richtung Hannover, wo Mitarbeiter einer Hannoveraner Firma den alten Lastenaufzug ausbauen. Danach wird der Schacht aufpoliert, ein moderner, behindertengerechter Lift eingebaut. Ende September soll er fertig sein. Dem Plan zufolge wird vier Wochen später der Aufzug am Bahnsteig der Nordwestbahn (Gleis 13 und 14) ans Netz gehen.

Danach widmen sich die Aufzugbauer der Nord-Süd-Verbindung (Gleis 1 bis 5). Im Tuinnel werden drei gläserne Lifts neu gebaut. Sie werden vermutlich in die Treppenaufgänge integriert.

Im Hauptbahnhof hätten sich die Dinge in den letzten Monaten " etwas überschlagen", sagt Bahnhofsmanager Sauert und zeigt auf die neuen Anzeigetafeln in der großen Halle. " Damit fängt das schon an." Die alte Faltblatttechnik ist durch eine Leuchttafel ersetzt worden. Sie ist besser lesbar und leichter steuerbar. Außerdem: " Es ist inzwischen ein Problem, Ersatzteile für die alten Tafeln zu bekommen. Und wenn, dann sind sie sehr teuer", sagt Sauert.

Zuvor waren die Toiletten komplett erneuert worden. Der Betrieb ist jetzt automatisiert. Wer sie benutzten will, muss an der Schranke eine Münze einwerfen. Viermal täglich werden die Toiletten gereinigt.

Der Info-Point ist schon vor langer Zeit aus dem Zentrum der Halle verschwunden und in das Reise-Zentrum integriert worden. " Die Kunden müssen jetzt nicht mehr hin- und hergeschickt werden", erklärt der Bahnhofschef.

Gewerkelt wird aktuell im Tunnel zu den Nord-Süd-Gleisen. Hier entsteht ein Imbiss für die schnelle Bratwurst vor der Weiterfahrt. Der klassische Schnellimbiss fehlte jahrelang im Bahnhof. Dafür steht einer davor: in einer fröhlich-gelben Holzhütte Marke Rummelplatz. Die Hütte, ein Fremdkörper vor dem Haupteingang, wird abgebaut, sobald der neue Imbiss in Betrieb geht.

Axel Säuert ist auch für den Hasetor-Bahnhof zuständig, doch wann der barrierefrei sein wird, kann er nicht sagen. Fest steht: " Wir sind mit Sicherheit dazu bereit. Eine Jahreszahl kann ich aber nicht nennen." 2008 wäre eine Jahreszahl - dann findet der Katholikentag in Osnabrück statt.

Holger Bajohra, Pressesprecher der Bahn in Hannover: " Das Datum ist uns natürlich bekannt, und es schafft einen gewissen Zeitdruck."

Mobilitatszentrale
Für Behinderte: 018 05/ 512 512 (12 Cent/ mm). Reservierungen. Umsteigehilfe

Sie tut was: Der Lastenaufzug an Gleis 11 (Bad Bentheim-Hannover) wird zurzeit entkernt. Ende September soll hier der erste Personenaufzug in Betrieb gehen. Fotos: Egmont Seiler

Ein Fremdkörper vor dem Eingang: Die Imbissbude wird abgebaut, sobald der neue Imbiss im Innern fertig ist.

Neuer Bahnhofsmanager Axel Sauert.

Der Bahnhofsmanager

Axel Sauert ist seit Februar der Chef im Osnabrücker Hauptbahnhof. Er ist Nachfolger von Hermann Bollmann. der das Management des Bremer Hauptbahnhofs übernommen hat. Sauert ist zuständig für insgesamt 74 Stationen im westlichen Niedersachsen zwischen Nordsee und der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen. Zusammen mit 65 Mitarbeitern sorgt er für einen reibungslosen und wirtschaftlichen Betrieb. Zu seinen Aufgaben gehört auch die Vermarktung der Ladenflächen in den Bahnhöfen. Ihm steht ein Budget für Betrieb und Verwaltung der Bahnhöfe zur Verfügung. Über Investitionen wie den Einbau von Aufzügen entscheidet die Zentrale. Sauert ist 43 Jahre alt. in Osnabrück geboren und aufgewachsen. 1980 begann er eine Ausbildung bei der Bundesbahn im nichttechnischen Bereich.
Autor:
Wilfried Hinrichs


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