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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Auf den ersten Blick ein Fußball, auf den zweiten ein riesiger Pilz
Zwischenüberschrift:
Ungewöhnliche Entdeckung im Hörner Bruch
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Auf den ersten Blick ein Fußball, auf den zweiten ein riesiger Pilz

Ungewöhnliche Entdeckung im Hörner Bruch

gk OSNABRÜCK. " Na, welches Kind hat denn hier seinen Fußball verloren?" Das war Wolfgang Timms erster Gedanke, als er am frühen Abend durch das Hörner Bruch trabte und einen großen weißen Ball erspähte. Bei genauem Hinsehen entpuppte der sich jedoch als Fruchtkörper eines ihm bis dato unbekannten Pilzes.

Zu Hause angekommen, nahm Wolfgang Timm erst einmal Maß, griff sich ein Pilzfachbuch und wog das Prachtexemplar. Das Ergebnis der Untersuchung lautete: Riesenbovist (Langermannia gigantea) mit einem Gewicht von 1300 Gramm und einem Durchmesser von 21 Zentimetern.

Der Riesenbovist wächst in Wäldern und auf Feldern. Im Osnabrücker Raum ist er selten. In Gegenden aber, wo er auftritt, erscheint er fast regelmäßig jedes Jahr an gleicher Stelle. Der Fruchtkörper hat im Allgemeinen die Form einer Kugel mit einem Durchmesser von 20 bis 35 Zentimetern.

Seine Oberfläche ist zunächst glatt und weiß, später wird sie lederbraun. Wenn die Haut in der oberen Hälfte der Kugel unregelmäßig aufreißt, wird die wie Puder aussehende Masse der braunen Sporen frei.

Von allen Pilzen besitzt der Riesenbovist den größten Fruchtkörper. Es sind schon Exemplare gefunden worden, die einen Umfang von 1, 5 Metern aufwiesen. Gigantisch ist auch die Sporenproduktion des Riesenbovistes. Man hat errechnet, dass ein Pilz durchschnittlicher Größe ungefähr sieben Billionen (7000000000000) Sporen liefert.

Der Pilz ist im Übrigen essbar. In Streifen geschnitten und mit Pflanzenöl in der Pfanne gebraten, soll er ausgezeichnet schmecken.

So groß wie ein Fußball und 1300 Gramm schwer: Wolfgang Timm mit seinem Bovist.
Autor:
gk


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