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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Überschrift:
"Nicht lästig, sondern lebenswichtig"
Zwischenüberschrift:
Frauen sammeln Unterschriften für neue Baumschutzsatzung
Artikel:
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Originaltext:
" Nicht lästig, sondern lebenswichtig"

Frauen sammeln Unterschriften für neue Baumschutzsatzung

rll OSNABRÜCK. Zwei Frauen setzen sich dafür ein, dass Osnabrück wieder eine Baumschutzsatzung bekommt. Susanne Mönter und Hannelore Über sammeln Unterschriften, um den Rat aufzufordern, sich erneut mit dem Thema zu befassen. 1000 haben sie schon zusammen.

" Wie kann es sein, dass es in einer Stadt mit einer derart hohen Feinstaubbelastung keine Baumschutzsatzung gibt?", fragen die beiden Initiatorinnen, die sich über ihr gemeinsames Anliegen gefunden haben. Bislang sind sie politisch nicht in Erscheinung getreten. Aber als sie mit ansehen mussten, dass Stadtbäume in ihrer Umgebung einfach gefällt wurden, beschlossen sie zu handeln.

Susanne Mönters Schlüsselerlebnis war die Enttäuschung über den Ausbau der Gerhart-Wessell-Straße am Schölerberg vor zwei Jahren. Nach ihren Informationen wollten die Anlieger nach der Straßensanierung keine neuen Bäume. Angeblich weil sie sich über Schattenwurf und Laub geärgert hatten. Susanne Mönter versteht nicht, dass dieser Wunsch von der Stadt einfach so akzeptiert wurde. Schließlich gehe es doch um das Allgemeinwohl und nicht um Einzelinteressen, sagt sie.

Nach der Abschaffung der Satzung durch die CDU/ FDP-Ratsmehrheit im Jahr 2002 seien in Osnabrück wahllos wertvolle Bäume gerodet worden, empören sich Hanne Über und Susanne Mönter. Viele Bürger hätten sich seinerzeit gegen die Baumschutzsatzung ausgesprochen, weil suggeriert worden sei, Reglementierung schade dem Grün.

Aber das Argument, viele Besitzer würden zur Säge greifen, bevor Bäume den kritischen Stammumfang von 60 cm erreichten, ziehe nicht, sagen die Initiatorinnen. Im Gegenteil: Es werde rücksichtslos gerodet. Durch die Abschaffung der Baumschutzsatzung werde impliziert, Bäume seien nicht schützenswert, sondern lästig.

Dabei werde völlig außer Acht gelassen, dass Bäume als Sauerstoffspender auch für die Menschen lebenswichtig seien. Hanne Über und Susanne Mönter glauben, dass ohne eine gewisse Reglementierung weiterer Flurschaden in Osnabrück entsteht. Sie rechnen vor, was verloren geht, wenn gesägt wird: " Um nur eine einzige 100 Jahre alte Buche zu ersetzen, müsste man 2000 Buchen anpflanzen, um den ökologischen Verlust auszugleichen."

Unterschreiben
für eine neue Baumschutzsatzung liegen an folgenden Stellen aus: Aktionszentrum Dritte Welt. Bierstraße 26; Kopierladen Dialog. Süsterstraße 29; Bio-Supermarkt Hellern und Dodesheide. Listen können außerdem per Mail angefordert werden unter baumschutz-os@ gmx.de.

Neuer Anlauf für eine neue Baumschutzsatzung: Hanne Über und Susanne Mönter sammeln Unterschriften. Foto: Egmont Seiler
Autor:
rll


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