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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
18 Jahre auf den Job vorbereitet
Zwischenüberschrift:
Ein Brief von Reinhard Sliwka - "Runter von den Schulden"
Artikel:
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Originaltext:
18 Jahre auf den Job vorbereitet

Ein Brief von Reinhard Sliwka - " Runter von den Schulden"

Osnabrück, 2. August 2006

Bewerbung

Liebe Osnabrückerinnen und Osnabrücker, ich freue mich, dass ich einige persönliche Worte an Sie richten kann.

Geboren wurde ich als zweites von vier Kindern in Löningen als Sohn eines Werkzeugmachers. Nach dem Jura-Studium und der Referendarzeit in Osnabrück war ich zunächst in einer Anwaltskanzlei tätig. In meiner Freizeit habe ich mich politisch engagiert. So gehörte ich dem Kreistag Cloppenburg und dem Rat der Stadt Löningen an. Ich habe 1980 für den Bundestag kandidiert und das Ergebnis der FDP verdoppelt. Nach meiner anschließenden Tätigkeit bei der Bezirksregierung Lüneburg war ich persönlicher Referent des Ministers Heinrich Jürgens.

Seit 1988 habe ich als Sozial- und Kultusdezernent die Entwicklung unserer Stadt mitgestaltet und viel für Osnabrück bewegt. Das Felix-Nussbaum-Haus, die Sanierung des Theaters und der Ausbau unseres Zoos sind drei Beispiele aus dem kulturellen Bereich. Im sozialen Bereich sind viele zusätzliche Plätze und Angebote in Kindertagesstätten geschaffen worden, die Osnabrück familienfreundlicher gemacht haben. Das Jugendberufszentrum Dammstraße und die neu entwickelte Arbeitsvermittlung AGOS, die allein im letzten Jahr 3200 Arbeitsplätze vermitteln konnte, sind weitere Beispiele meiner erfolgreichen Arbeit.

Für den Sport sind viele Hallen und Außenanlagen saniert und ausgebaut worden. Surthausen und Hellern erhalten beispielsweise neue Sporthallen.

Sehr intensiv habe ich mich um den Bereich Bildung gekümmert, viele Schulen sind erweitert, saniert und besser ausgestattet worden. Das Ganztagsangebot ist ausgebaut und die Betreuung ist verbessert worden.

Die Osnabrück-Marketing und Tourismus GmbH habe ich als Mitgeschäftsführer neben meinen anderen Aufgaben zu einem erfolgreichen Unternehmen gemacht.

Besonders stolz bin ich darauf, für viele dieser Aufgaben Sponsoren und Spender gefunden zu haben, so dass attraktive Angebote in Zeiten schrumpfender öffentlicher Kassen möglich geworden sind. Allein für die Feier zum 350-jährigen Jubiläum des Westfälischen Friedens habe ich gemeinsam mit unserem Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip über vier Millionen Euro eingeworben.

Diese erfolgreiche Arbeit möchte ich als Oberbürgermeister an der Spitze der Stadt Osnabrück fortsetzen. Und auf eines können Sie sich bei mir verlassen: Ich werde diese Aufgabe wie bisher unabhängig von Parteien und Einzelinteressen erfüllen.

Darum bitte ich Sie um Ihr Vertrauen und Ihre Stimme!
Reinhard Sliwka

Bewerbung beim Wähler: Die OB-Kandidaten haben auf unseren Wunsch ein Bewerbungsschreiben verfasst. Empfänger sind die Bürgerinnen und Bürger Osnabrücks als die eigentlichen Arbeitgeber des Oberbürgermeisters.

Von Dietmar Kröger

OSNABRÜCK. Stadtentwicklung, Finanzpolitik, Kultur-und Sozialbereich - der unabhängige OB-Kandidat Reinhard Sliwka sieht ein weites Betätigungsfeld vor sich, wenn er an die Arbeit im Dienstzimmer des Verwaltungschefs der Stadt Osnabrück denkt. Da heißt es Schwerpunkte setzen.

Sliwka, der bei seiner Kandidatur von der FDP unterstützt wird, sieht als einen der wichtigsten Punkte an, " endlich von dem hohen Schuldenberg runterzukommen". Es sei vornehmliche Aufgabe des Oberbürgermeisters, sich persönlich der Finanzpolitik anzunehmen. " Alles gehört auf den Prüfstand", so seine Devise. " Stadtentwicklung und Finanzen gehören zusammen", sagt der Kandidat.

Die Stadt müsse die Mittel haben, um sich als europäische Regionalstadt und anerkanntes Oberzentrum auch in Zukunft behaupten zu können. Handlungsbedarf sieht er unter anderem in der Kooperation mit Uni und Fachhochschule. Unter anderem die Gebäude der abziehenden britischen Streitkräfte bergen für Sliwka ein großes Potenzial, um die Entwicklung der beiden Bildungseinrichtungen zu fördern: " Das geht bis hin zu einem Campusgebäude."

" Die hohe Zahl an Arbeitslosen ist das Schlimmste überhaupt." Dass dem Kultus- und Sozialdezernenten die Bereiche Bildung und Arbeitsmarktpolitik unter den Nägeln brennen, nimmt kaum wunder. Sliwka sieht denn auch hier einen bedeutenden Ansatz für seine Arbeit als OB. " Die Stadt muss sich beim Thema Arbeitsmarktpolitik stärker engagieren", lautet seine Forderung. Gleichzeitig müssten die Schüler besser auf den Arbeitsmarkt vorbereitet werden. Zudem gelte es die Familien zu stärken unter anderem durch einen Ausbau der Betreuungsplätze für unter Dreijährige und die Einrichtung eines Hortangebots an jeder Grundschule.

Beim Thema Kultur lobt Sliwka seinen Vielleicht-Vorgänger Hans-Jürgen Fip: Mit seiner Unterstützung haben wir es geschafft, dass Osnabrück weit über die Grenzen hinaus als Kulturstadt anerkannt ist." Nun gelte es, den Standard zu halten.

Und morgen: Michael Hagedorn
Autor:
Dietmar Kröger


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