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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
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Überschrift:
"Maulwürfe verschwinden"
Zwischenüberschrift:
Kanalbauarbeiten an der Lotter Straße beendet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Maulwürfe verschwinden"

Kanalbauarbeiten an der Lotter Straße beendet

tos OSNABRÜCK. Mit einem " letzten Blick in den Stollen" haben die Stadtwerke, die Stadt und die Echterhoff Bau-Gruppe gestern offiziell den erfolgreichen Abschluss der Kanalbauarbeiten in der Lotter Straße gefeiert. In den kommenden Wochen wird der 720 Meter lange Stollen unter der Lotter Straße mit flüssigem Leichtbeton verfüllt.

" Jetzt werden die Maulwürfe wieder verschwinden", scherzte Stadtwerke-Vorstandsvorsitzender Manfred Hülsmann. Er sowie Helmut Echterhoff von der Echterhoff Bau-Gruppe betonten in einem Rückblick, dass es die richtige Entscheidung gewesen sei, die Kanalsanierung unterirdisch durchzuführen. Das Bauvorhaben sei im Kosten- und Zeitrahmen geblieben, ohne große Störungen abgewickelt und vor allem unfallfrei durchgeführt worden. " Zum Schutze der Bauarbeiter wurde im Stollen auch eine heilige Barbara angebracht, der Schutzengel der Bergleute", erzählte Helmut Echterhoff.

Innerhalb von 16 Monaten war in sieben Meter Tiefe ein Stollen unter der Lotter Straße gebaut worden, um " unter Tage" das Kanalsystem zu modernisieren. Die Interessengemeinschaft Lotter Straße und der CDU-Ortsverband Westerberg/ Weststadt hatten im Vorfeld angeregt, die Kanalbauarbeiten in Bergmannsmanier durchzuführen. Trotz hoher Mehrkosten entschieden sich Stadtwerke und der Stadtentwicklungsausschuss nach eingehender Prüfung bewusst für das " ungewöhnliche Bauvorhaben": Bei einem offenen Bau wäre der Verkehr auf der Lotter Straße erheblich behindert, das Geschäfts- und Straßenleben beeinträchtigt worden. Durch das Tunnelsystem blieb das Geschäftsleben weitgehend ungestört, anliegende Wohnviertel wurden nicht durch Umleitungen belästigt. Insgesamt investierten die Stadtwerke etwa 3, 7 Millionen Euro in das Projekt, davon entfielen rund 2, 6 Millionen Euro auf den Stollenbau.

Harald Niemann von der Interessengemeinschaft Lotter Straße bedankte sich bei Bauarbeitern und Verantwortlichen für die unkomplizierte Zusammenarbeit und zügige Abwicklung der Sanierung. Mit einem Augenzwinkern begrüßte er es, dass der " Lotter Tunnel" trotz origineller Nutzungsvorschläge in nächster Zeit verfüllt wird: " Schließlich wünschen wir Geschäftsleute uns ja Passanten auf, nicht unter der Lotter Straße."

In den nächsten Wochen wird das längste Loch der Stadt nach und nach verfüllt. Stadtbaurat Wolfgang Griesert versprach, dass die Lotter Straße ab 2008 eine neue Asphaltdecke bekommen soll. Bis 2010 sollen sämtliche Arbeiten abgeschlossen sein.

Letzter Blick in den " Lotter Tunnel": Nach abgeschlossenen Bauarbeiten wird der Stollen bald verfüllt. Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
tos


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