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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Blindgänger auf Schulgelände
 
Straßen ab 11 Uhr Gesperrt
Zwischenüberschrift:
Bombensuche in Osnabrück geht weiter
 
Busse fahren ins Evakuierungszentrum
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Blindgänger auf dem Schulgelände

Bombensuche in Osnabrück geht weiter

OSNABRÜCK. Im Stadtteil Sonnenhügel wurden drei mögliche Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden, die am Sonntag, 27. August, entschärft werden sollen, über 3700 Bürger werden ihre Häuser verlassen müssen (siehe auch Bericht unten).

Lange war es in Osnabrück ruhig in Sachen Bombenentschärfung. " Wir wollten die Mitarbeiter der Hilfsorganisationen und der Polizei nicht zusätzlich zu den WM-Einsätzen belasten", erklärt ; Jürgen Wiethäuper vom Fachbereich Bürger und Ordnung.

In den vergangenen Wochen haben die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes gezielt am Sonnenhügel solche Stellen untersucht, wo nach Auswertung von Luftbildern Verdachtspunkte liegen. " Das sind noch Orte, die bislang nicht abgearbeitet werden konnten", so Wiethäuper.

Sieben Stellen rund um das Schulzentrum Sebastopol wurden untersucht, ein Punkt lag sogar direkt unter einem Schulgebäude. Doch nur drei Stellen (alle im Freien) erwiesen sich als wahrscheinliche Treffer. Zwei in Gärten der Umgebung, eine auf dem Schulgelände. Die möglichen Blindgänger liegen nur 150 Meter auseinander, könnten zu einer Abwurfserie gehören.

Den Termin 27. August habe man aus zwei Gründen gewählt: Zum einen sind noch Schulferien (immerhin wird ein Sprengkörper auf dem Schulgelände vermutet), zum anderen habe man auf die Firma KME Rücksicht nehmen wollen.

Zu Beginn der Sondierungen hatte sogar die Möglichkeit bestanden, dass auch das Landeskrankenhaus mit in die Evakuierungszone faller könnte. Vorsorglich wurden Pläne aufgestellt, die dabei nicht umsonst waren. " Es gibt noch mehr Verdachtspunkte im Gebiet Dodesheide, Sonnenhügel, Gartlage denen wir noch nachgeher werden", so Wiethäuper.

Von drei Fünf-Zentner-Bomben geht man im Augenblick aus, zumindest haben die Sonden Metall angezeigt Der Evakuierungsradius um die Funde wird nur 650 Meter betragen. " Die Bombenexperten wollen während der Entschärfung mehr dämmen und dadurch den Evakuierungsradius kleiner halten, als bislang", erläutert Jürgen Wiethäuper. Vorgesehen ist, dass am 27. August zwei Entschärferteams an die Arbeit gehen werden.

Straßen ab 11 Uhr gesperrt

Busse fahren ins Evakuierungszentrum

OSNABRÜCK. Bis 11 Uhr müssen 3700 Menschen, die innerhalb des auf der Karte markierten Bereichs wohnen, am Sonntag, 27. August, ihre Wohnungen verlassen haben. Das Evakuierungszentrum ist die Gesamtschule Schinkel, zu der auch Busse fahren.

Die den Evakuierungsbereich begrenzenden Straßen und Flächen sind frei zugänglich beziehungsweise befahrbar: Haster Weg zwischen Mönkediekstraße und Gartlage, Werksgelände KME/ Lange Wand, Bereich zwischen Lange Wand und Knollstraße, Gelände des Landeskrankenhauses, Moorlandstraße zwischen Wakhegge und Parkplatz Lerchenstraße, Lerchenstraße zwischen Wochenmarktgelände und Sportplatz, Bereich nördlich der Sportplätze, Verbindungswege zur Mönkediekstraße sowie Mönkediekstraße zwischen Hesselkamp und Haster Weg.

Für die Bürgerinnen und Bürger, die ihre Wohnungen , am 27. August bis 11 Uhr verlassen haben müssen, stehen Räume in der Gesamtschule Schinkel, Windthorststraße, zur Verfügung.

Für bettlägerige oder kranke Personen bestehen Transportmöglichkeiten durch die Feuerwehr unter Tel. 323-1200. Notwendige Transporte können ab sofort, sollten jedoch unbedingt vor der Maßnahme angemeldet werden. Dabei sollte unbedingt angegeben werden, ob die Person sitzend oder liegend transportiert werden kann.

Da die Dauer der Evakuierungsmaßnahmen nicht vorhersehbar ist, sollten notwendige Medikamente und wichtige Dokumente mitgenommen werden.

Die Straften im Evakuierungsbereich sind ab 11 Uhr gesperrt. Der Linienverkehr des Verkehrsbetriebs läuft bis zirka 13 Uhr weiter. Ein Aussteigen im Evakuierungsgebiet ist nach 11 Uhr nicht mehr möglich.

Aufgrund dieser Maßnahme ist mit Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen.

Ab 10.30 Uhr fahren Busse des Verkehrsbetriebs der Stadtwerke von den Haltestellen Reinhold-Tiling-Weg, Dinklager Weg, Dammer Hof, Sebastopol, Karl-Luhmann-Heim im 20-Minuten-Takt zur Gesamtschule Schinkel an der Windthorststraße.

Bürgertelefon:

Für Fragen ist am Samstag, 26. August, von 8 Uhr bis 18 Uhr sowie am Sonntag. 27. August, von 8 Uhr bis zum Ende der Evakuierungs- und Entschärfungsaktion ein Bürgertelefon unter Tel. 323-30 00 geschaltet.

Die Menschen, die innerhalb des auf der Karte gekennzeichneten Bereichs leben, müssen ab 27 August bis 11 Uhr wegen der Bombenentschärfung ihre Häuser verlassen.
Autor:
d.


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