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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Von der Landstraße zur Verkehrsader
Zwischenüberschrift:
Die Bremer Straße auf dem Schinkelberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von der Landstraße zur Verkehrsader

Die Bremer Straße auf dem Schinkelberg

Von Marie-Luise Braun

OSNABRÜCK.
Ländlich - so sieht die Bremer Straße auf der Aufnahme von 1912 aus. Die Häuser haben dörflichen Charakter, vereinzelt säumen Bäume die Straße, die noch sandig und nicht asphaltiert ist. Am Horizont ist ein Heuwagen zu erkennen, der voll beladen von den Feldern zurückkommt. Rechts und links der Straße sind zwei Spaziergänger unterwegs, passend zu dem Motto des alten Fotos, das zur " Partie an der Schwanenburg" einlädt. Bereits vor Ende des 19. Jahrhunderts fing Osnabrück an, sich auf die Fluren der benachbarten Bauerschaft auszubreiten. Bis dahin war Schinkel eine Landgemeinde, die 1914 in die Stadt Osnabrück eingegliedert wurde. Das war zwei Jahre nach der Entstehung des Bildes.

Zeitreise

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Schinkel gegen 1200 unter dem älteren Ortsnamen " Vromelo". Ab dem 14. Jahrhundert wurde die Bauerschaft Schinkel genannt.

Trotz des frühen Vordringens der Stadt blieb die alte Siedlungsstruktur der Bauerschaft bis heute im Wesentlichen erhalten. Gleiches gilt für die alten Fernwege, die von Osnabrück aus durch die Gemarkung Schinkel in die angrenzenden Gebiete führten.

Eine dieser Fernstraßen ist die Bremer Straße. Sie schließt an die Bohmter Straße an, die aus dem Stadtzentrum hinausführt. Die Bremer Straße verläuft über den Schinkelberg nach Belm und Ostercappeln weiter nach Bohmte und Bremen.

Bekannt dürfte nicht nur Schinkelanern der Turm der Schwanenburg sein, der auf der alten Aufnahme zwischen den Bäumen in der Mitte des Bildes aufblitzt.

Auf dem aktuellen Foto ist der Turm nicht zu sehen, er ist verdeckt von den modernen, höheren Häusern. Der Turm wäre ein Anhaltspunkt, die Straße auf der aktuellen Aufnahme wiederzuerkennen, die bis auf den gekrümmten Verlauf nichts Gemeinsames mit der auf dem alten Bild zeigt.

Am Straßenrand stehen nun keine kleinen Wohnhäuser mit ländlichem Charakter mehr, sondern Stadthäuser mit zwei Stockwerken. Zudem wird die Straße durchgängig von Bürgersteigen gesäumt. Der früher sandige, holprige Straßenbelag ist Asphalt auf dem Fahrweg und Kopfsteinpflaster in den Parkbuchten gewichen. Vor allem im hinteren Bereich der Straße stehen wesentlich mehr Bäume als zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Wer heute eine gemütliche Landpartie unternehmen möchte, muss auf der Bremer Straße ein paar Kilometer stadtauswärts fahren.

Direkt am Stadtrand liegt der Ort der Aufnahme der Bremer Straße aus dem Jahr 1912. Im Hintergrund ist ein Heuwagen zu erkennen. Das Foto haben wir dem Buch Alt Osnabrück. Band 2, entnommen, erschienen im Verlag H. Th. Wenner.

Viel Verkehr fließt heute über die ausgebaute Bremer Straße, die an dieser Stelle sogar dreispurig ist. Foto: Michael Hehmann
Autor:
Marie-Luise Braun


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