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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Gefühlte Bissendorfer"
Zwischenüberschrift:
Die Rühlings - ein Leben an der Stadtgrenze
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Gefühlte Bissendorfer"

Die Rühlings - ein Leben an der Stadtgrenze

OSNABRÜCK. Vor den folgenden Zeilen könnte eigentlich auch Bissendorf als Ortsangabe stehen. Denn die beiden Osnabrücker, um die sich diese Geschichte rankt, gehören auch ganz klar zu den " gefühlten Bissendorfern". Aber: Erna und Friedhelm Rühling sind nun mal seit mehr als 25 Jahren Bürger der Hasestadt - in Lüstringen-Ost, Mindener Straße, nur einen Steinwurf von Bissendorf entfernt.

" Die Städter und die Landeier verstehen sich hier prächtig" Ema und Friedhelm Rühling, Ehepaar aus Osnabrück

Steinwurf? Das ist keine Floskel, sondern tatsächlich so. Denn das Ehepaar auf der linken Seite der Mindener Straße (wenn der Betrachter aus Osnabrück kommt) braucht in der Tat nur einen Stein über die Mindener Straße zu werfen, um dann auf der rechten Seite in Bissendorf zu landen. " Damit können wir inzwischen gut leben. Die Städter und die Landeier verstehen sich hier prächtig", sagen die Rühlings. So prächtig, dass die Bissendorfer Seite natürlich heute den beiden städtischen Nachbarn auch zum großen Jubiläum gratulieren wird - goldene Hochzeit. Logisch, dass sich zu diesem Fest formell auch Vertreter der Stadt Osnabrück angesagt haben. Ob Bissendorfs Verwaltungschef Guido Halfter seinen " gefühlten Bürgern" einen Gruß übermittelt, bleibt abzuwarten.

Vom Umgang und Leben in fremden Revieren kann Friedhelm Rühling im Übrigen schon ein Lied singen. Schließlich musste er damals, exakt am 30. April 1954, auch sein ganzes Geschick in Sachen Kompromissfähigkeit in die Waagschale werfen, um Kontakt zu " seiner Erna" zu knüpfen. Denn ein waschechter Vehrter durfte nicht mal eben so beim Frühlingsfest in Haaren (Ostercappeln) die heimischen Damen ansprechen. " Da wurde ein Bockgeld fällig." Pfui, was ist das denn? Hört sich schlimm an, ist es aberüberhaupt nicht. Der junge Friedhelm musste den heimischen Herren, sozusagen den Platzhirschen, eine Lokalrunde spendieren, damit er seine Fühler nach der Dame seines Begehrens ausstrecken durfte. Erfolgreich, wie sich an der einige Zeilen vorher erwähnten goldenen Hochzeit erkennen lässt.

Nun, " Bockgelder" werden 2006 an der Mindener Straße nicht mehr erhoben, wenn sich einer von der linken Straßenseite für jemanden von der rechten Seite interessiert. Bei einer gut funktionierenden grenzüberschreitenden Nachbarschaft ist das eben nicht erforderlich

" Da hinten sind sie, die Nachbarn aus dem Landkreis." Die Städter Erna und Friedhelm Rühling feiern gerne grenzüberschreitend, nicht nur ihre goldene Hochzeit. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
al


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