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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Radverkehrsplan: Jetzt kann es endlich losgehen
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Erste Maßnahmen werden noch in diesem Jahr umgesetzt
Artikel:
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Originaltext:
Radverkehrsplan: Jetzt kann es endlich losgehen

Erste Maßnahmen werden noch in diesem Jahr umgesetzt

Osnabrück (dk)
Der Radverkehrsplan (RVP) ist weitestgehend fertiggestellt. Eine erste Vorstellung des Papiers im Stadtentwicklungsausschuss fand Zustimmung. Zwar muss die Politik noch endgültig beschließen, aber schon In diesem Jahr will die Stadt zumindest drei Projekte angehen, die als dringlich eingestuft werden. Das teilte Verkehrsplaner Hans-Jürgen Apel jetzt mit.

Bei den drei Vorhaben handelt es sich um die Bierstraße, den Bereich Nonnenpfad/ Liebigstraße und die Kreuzung Buersche Straße/ Alte Poststraße, an der am 3. Juni ein 81 Jahre alter Radfahrer bei einem Verkehrsunfall getötet wurde.

Die Bierstraße, so sieht es der vom Planungsbüro AB Stadtverkehr aus Bocholt entwickelte RVP vor, soll so umgestaltet werden, dass Radfahrer auch in Richtung Rißmüllerplatz fahren können. Wie die anderen beiden Gefahrenpunkte entschärft werden können, konnte Apel noch nicht sagen. Sie gehören aber zu den 20 von 200 von den Planern als besonders dringlich eingestuften Maßnahmen.

Die Gesamtzahl von 200 Knackpunkten erscheint auf den ersten Blick sehr hoch, relativiert sich aber, da neben den großen Projekten - zum Beispiel ein Radstreifen für die Mindener Straße - auch Vorhaben wie die Einrichtung von Fahrradständen eingeschlossen sind.

Trotz der Fülle der vom Bocholter Büro gemeinsam mit Verbänden, Polizei und Bürgerforen ausgearbeiteten Punkten lobt Diplomingenieur Wilhelm Angenendt die Stadt. Osnabrück hebe sich positiv von anderen bundesdeutschen Städten ab. Für Radfahrer sei der Standard verhältnismäßig hoch, " Wir fangen also Gott sei Dank nicht bei null an", sagt Angenendt. In einem bundesweiten Ranking würde er die Hasestadt durchaus im oberen Drittel der fahrradfahrer-treundlichen Städte ansiedeln. Allerdings vermisst Angenendt flankierende Maßnahmen im Bereich Marketing, mit denen der Radverkehr in der Stadt weiter gefördert werden könnte. " Da hapert es in Osnabrück noch ein bisschen."

Neben baulichen Maßnahmen, die der RVP zum Ausbau des Radverkehrsnetzes vorsieht, sind auch grundsätzliche Überlegungen von den Planern in ihr neues Konzept aufgenommen worden. Hierzu zählt zum Beispiel eine Verlängerung der Ampelphasen für den motorisierten Verkehr oder auch rückversetzte Haltelinie an den Ampeln, die eine bessere Sicht auf Radfahrer zulassen. Einen ersten Versuch mit einem so genannten aufblasbaren Radfahrstreifen wird es an der Kolpingstraße/ Kreuzung Schlossstraße geben. Radfahrer können sich dann vor der Ampel In einem eigenen geschützten Bereich aufstellen. Im September soll die Politik endgültig über den RVP entscheiden.

AN DER MINDENER STRASSE werden Radfahrer wohl noch länger auf einen Radstreifen warten Müssen. Auf Grund der zu geringen Breite müsste die Straße von vier auf zwei Spuren reduziert werden.

NICHT ERLAUBT und doch täglich praktiziert: Noch dürfen Radfahrer in der Bierstraße nicht in Richtung Rißmüllerplatz fahren. Mit Umsetzung des RVP soll dies noch in diesem Jahr möglich sein.
Fotos: Klaus Lindemann
Autor:
dk


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