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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Kann Tempo 30 Mautflüchtlinge vertreiben?
Zwischenüberschrift:
Landkreis will Schwerlastverkehr auf Autobahnen zurückdrängen - Dienstag Gespräch mit anderen Behörden
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Originaltext:
Kann Tempo 30 Mautflüchtlinge vertreiben?

Landkreis will Schwerlastverkehr auf Autobahnen zurückdrängen - Dienstag Gespräch mit anderen Behörden

Osnabrück (ra)
Geschwindigkeitskontrollen, Tempo 30 in Orten, Nachtfahrverbote und möglicherweise sogar Straßensperrungen sollen Mautflüchtlinge im Landkreis Osnabrück von den Ausweichstrecken vertreiben.

Entsprechende Überlegungen will die Kreisverwaltung kommenden Dienstag mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sowie der Polizei besprechen. Kritik an dem Vorstoß gab es gestern auf Anfrage bereits vom Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen: " Keine gute Idee, viel zu undifferenziert", meinte der Geschäftsführer der Bezirksgruppe Osnabrück-Emsland, Ulrich Hoefner.

Landrat Manfred Hugo hatte bei der offiziellen Freigabe des umgebauten Kreuzungsbereichs der L89 mit der Bahnlinie am Mittwoch in Hasbergen erstmals öffentlich das " zweistufige Maßnahmenpaket" erwähnt, mit dem Schwerlastverkehr auf die maut pflichtigen Autobahnen zurückgedrängt werden soll. Erster Schritt ist demnach die Überwachung der heute schon zulässigen Höchstgeschwindigkeit von Tempo 60 für Lkw außerhalb geschlossener Ortschaften. " Wir werden insbesondere an unseren Kreisgrenzen auf unsere intensive Überwachung hinweisen, damit die Mautflüchtlinge wissen, was sie bei uns erwartet", erklärte Hugo.

Überlegt wird offenbar auch, in " besonders betroffenen Ortsdurchfahrten" die Höchstgeschwindigkeit für Lastwagen zum Schutz der Anlieger auf Tempo 30 zu begrenzen. Dafür infrage kommen nach Angaben von Volker Köster aus der Pressestelle des Landkreises beispielsweise die B68 in Badbergen und die B 51 in Bad Iburg. Falls all dies noch immer nicht wirkt, könnte " Stufe 2" gestartet werden: Dazu zählen Nachtfahrverbote für Lkw oder gar Straßensperrungen für den Schwerlastverkehr.

Verkehrszählungen haben tatsächlich eine zum Teil erhebliche Zunahme des Lkw-Verkehrs auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen ergeben, so Köster. In Badbergen wurden innerhalb einer Woche mit knapp 800 Lastwagen rund 40 Prozent mehr gezählt als im Vergleichszeitraum vor Einführung der Autobahnmaut. Auf der Umgehungsstraße bei Ostercappeln stieg der Lkw-Verkehr um etwa 36 Prozent auf 1940 Fahrzeuge in einer Woche.

Als " hektischen Aktionismus" hat Ulrich Hoefner die Pläne des Landkreises zur Verdrängung der Mautflüchtlinge gestern bezeichnet. Offenbar werde kein Unterschied gemacht zwischen Durchgangsverkehr und regionalem Lieferverkehr, kritisierte der Verkehrsgewerbe-Experte. Die Durchsetzung von Straßensperrungen sei zudem rechtlich äußerst kompliziert. Auch Tempo 30 für Lastwagen in Ortschaften sei insbesondere nachts kaum zu kontrollieren, sagte Hoefner weiter. Er räumte allerdings auch ein, dass kaum ein Lkw-Fahrer sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/ h außerhalb geschlossener Ortschaften hallte.
Autor:
ra


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