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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Tongrubenweg: Grünflächen statt Wohnbebauung
Zwischenüberschrift:
Pläne für Bürgerbeteiligung liegen aus
Artikel:
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Originaltext:
Tongrubenweg: Grünflächen statt Wohnbebauung

Pläne für Bürgerbeteiligung liegen aus

Hellern (hmd)
Nach zwanzig Jahren könnte der endgültige Stopp für eine Wohnbebauung nördlich des Tongrubenwegs erfolgen. Die Stadt möchte das ehemalige Deponiegelände zwischen Kampweg, Lipper Straße, Auf dem Schlosse und Tongrubenweg in eine private Grünfläche umwandeln. Ab dem 10. Mai liegen die Pläne für die einmonatige Bürgerbeteiligung aus.

1972, unmittelbar vor der Eingemeindung Hellerns, war für die 10, 4 Hektar große Fläche der " Schnepperschen Tongrube" eine Wohnbebauung beschlossen worden. Bis Mitte der achtziger Jahre wurden in den Außenbereichen überwiegend eingeschossige Einfamilienhäuser errichtet, sämtliche Neubauvorhaben aber gestoppt, nachdem kontaminierte Einlagerungen gefunden wurden. Seitdem blieb die rund 4, 5 Hektar große Restfläche unberührt.

Gutachten von Wissenschaftlern legten nahe, den zentralen Bereich nicht zu bebauen: " Gesunde Wohn-und Arbeitsverhältnisse sind nicht gegeben", fasst die Verwaltungsvorlage die Ergebnisse zusammen. Auch stünden der Sanierungsaufwand für die Erschließung und Wohnbebauung " in keinem tragbaren Verhältnis zum Grundstückswert".

Die ehemalige Tongrube war zwischen 1951 und 1963 als Mülldeponie genutzt worden. Die tieferen Bereiche bis zur Grabensohle bestehen aus Haus-, Gewerbe-und Industriemüll, in der oberen Lage wurde die Tongrube mit Bau- und Trümmerschutt aufgefüllt.

Als Konsequenz der Altlastenuntersuchungen wurden Ende der neunziger Jahre die Hausgärten von 16 an die Deponie angrenzenden Wohnhäusern durch Bodenaustausch saniert. Der Bundesgerichtshof sprach 1989 den Grundstückseigentümern nach einer Schadensersatzklage eine Teilentschädigung zu. Inzwischen hat die Stadt größere Teile des kontaminierten Innenbereichs erworben.

Die Entwürfe für den Bebauungsplan Nr. 291 " Schneppersche Tongrube" sind ab dem 10. Mai im Fachbereich Städtebau (Dominikanerkloster, Hasemauer 1) oder unter www.osnabrueck.de zu sehen.
Autor:
hmd


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