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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Viele Schnäppchen und viel Müll
Zwischenüberschrift:
Flohmarkt in der Stadt: 35 Leute von der Abfallwirtschaft räumen auf
Artikel:
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Originaltext:
Viele Schnäppchen und viel Müll

Flohmarkt in der Stadt: 35 Leute von der Abfallwirtschaft räumen auf

Osnabrück kmoe
Die ganze Nacht über haben sie in der Großen Straße ausgeharrt - mit wenig Kundschaft, dafür mit viel Kaffee. " Was nicht verkauft wird, kommt wieder mit nach Hause. Jeder von unserer Gruppe bekommt seine Sachen zurück", sagt die junge Frau und drückt ihre Jacke im Wind noch enger an sich.

Deutlich übernächtigt schaut die 22-Jährige drein. Ihren Freunden am Stand nahe dem Theater geht es am Sonntagnachmittag nicht anders. Dafür ist die Stimmung bei dem Trüppchen gut. Am Samstagabend schon, als ab 20 Uhr die Stände aufgebaut werden durften, haben sie jede Menge Kleidung, ein paar Clownspuppen, DVD- und Videokassetten auf den schmalen Verkaufstischen verteilt. " Ab halb eins heute nacht war Flaute. Ab halb neun konnten wir dann richtig viel verkaufen", erzählt die 22-Jährige.

" Kaum getragene oder alte Klamotten" haben sie mitgebracht. Zu Hause wird dann sortiert. Die jungen Leute packen die Reste vor dem Schluss um 16 Uhr wieder ein. Aber das macht nicht jeder. Wenn um 17 Uhr die Abfallwirtschaftsbetriebe mit Kehrmaschinen und Besen anrücken, bleibt viel zurück. Vor allem in der Großen Straße, wo auch den Tag über der meiste Publikumsverkehr war. Alte Akkus, nicht mehr ganz reine Plüschtiere, ein Reiterhelm, jede Menge Pappkartons und sogar ein Sofa als Sitz für Verkäufer - eine komplette Müllabfuhr ist fällig. Bis um 20 Uhr werden 35 Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe zupacken: Sechs Kehrmaschinen, sechs Transporter und zwei Müllwagen beseitigen alle Spuren des Tages.

" Zum Teil werden Sachen auch in die Seitenstraße abgeschoben", sagt Stefan Reckers vom OS-Team, der gemeinsam mit Hubert Schürmeyer unter anderem kontrolliert, ob neue Verkäufer ihre Standgebühr von fünf Euro pro Längsmeter Stand bezahlt haben. Zudem, ob der Abtransport später " geordnet und gesittet", so Reckers, verläuft.

In vier Schichten war das OS-Team unterwegs. Auch nachts. Die Stadt verdient an den rund 1000 Flohmarktverkäufern Geld. Trotzdem decken die mehreren tausend Euro nur einen Teil der Kosten für Ordnungsdienst und Müllabfuhr.

Bezahlt hat auch Gerd Kiesling (26). Aber seine übrigen " Schätze" nimmt er mit nach Hause. Zig Hörspielkassetten hat er schon verkauft. Über 200 wandern für den nächsten Flohmarkt wieder in die Taschen - und natürlich nicht auf den Müll.

ÜBERQUELLENDE MÜLLTONNEN waren beim Innenstadtflohmarkt ein gängiges Bild. Bei so großem Publikumsverkehr entsteht zwangsläufig Abfall. Nächstes Mal sollen zusätzliche Behälter aufgestellt werden.Fotos: Elvira Parton

KEIN MÜLL: Hunderte Hörspielkassetten bot Gerd Kiesling an. Was übrig blieb, kommt nächstes Mal mit.

NICHT VERKAUFT, aber auch nicht entsorqt. Diese 22-jährige Verkäuferin nahm alle Reste wieder mit.
Autor:
kmoe


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