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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Rasante Entwicklung im Zoo
Zwischenüberschrift:
Takamanda dank EU-Mitteln schon 2009 fertig?
Artikel:
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Originaltext:
Rasante Entwicklung im Zoo

Takamanda dank EU-Mitteln schon 2009 fertig?

dk OSNABRÜCK.
Nun haben auch der Rat und das Kuratorium des Zoos ihre Zustimmung zu den Erweiterungsplänen der Einrichtung am Schölerberg gegeben. Die neue Anlage mit Namen Takamanda kann gebaut werden. Der Zoo vergrößert seine Fläche damit um 30 Prozent.

Das Investitionsvolumen beläuft sich auf etwa neun bis zehn Millionen Euro. Startschuss für die Bauarbeiten am Südhang des Schölerberges ist Anfang 2007. Die Chancen, dass die Anlage in einem Rutsch und nicht wie zunächst geplant in zwei Abschnitten gebaut werden kann, stehen gut: Das Land Niedersachsen hat Bereitschaft signalisiert, das Vorhaben mit etwa fünf Millionen Euro aus Mitteln der Europäischen Union zu fördern. Der Zoo sei bei der Verteilung der Gelder " ganz vorne mit dabei", hatte Ministerpräsident Christian Wulff bei seinem letzten Besuch in Osnabrück versprochen.

Und auch die hausgemachten Zahlen zeigen einen positiven Trend. Die Besucherzahlen haben sich nach dem wetterbedingten Einbruch im Frühjahr wieder auf dem Rekordniveau des Vorjahres eingependelt. Gleichzeitig haben die Verantwortlichen in Geschäftsführung, Zoogesellschaft und Kuratorium ihre Hausaufgaben gemacht und ein Finanzierungsmodell entwickelt, das zwar in seiner Form neu ist, aber letztendlich auch dazu geführt haben dürfte, dass die Erweiterung im politischen Umfeld ohne nennenswerten Widerspruch durch die Gremien gewinkt wurde.

" So können wir die immer noch günstigen Zinsen nutzen" Andreas Busemann, Zoo-Geschäftsführer

Das Konzept sieht vor, dass der Zoo in Zukunft auf die Hälfte seines - im Vergleich mit anderen Zoos ohnehin niedrigen - Zuschusses in Höhe von 700000 Euro verzichtet. Der frei werdende Betrag von 350000 Euro wird um 50000 Euro abgeschmolzen. Die verbleibenden 300000 Euro verwendet die Stadt für Zins und Tilgung eines Kredites von etwa 4, 6 Millionen Euro, den der Zoo als Kapital in die Baumaßnahmen einbringt. " So können wir die immer noch günstigen Zinsen nutzen", sagt Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann. Gleichzeitig hat die Stadt dem Zoo die 5, 5 Hektar große Fläche für die Erweiterung zur Verfügung gestellt Den Kraftakt hält Busemann für unausweichlich, wenngleich er einräumt, dass durch die große Chance des EU-Zuschusses das Projekt eine erhebliche Eigendynamik gewonnen habe. " Dass es jetzt schneller gehen kann als zunächst geplant, freut uns alle." Derzeit lebe der Zoo überregional eher von der Verpackung als vom Inhalt, merkt Busemann selbstkritisch an. Nun sei es an der Zeit, die Haltungsbedingungen zu optimieren und die Einrichtung nach der Fertigstellung der Samburu-Anlage (2003), dem Bau des Elefantenparks (2006) und dem Tal der grauen Riesen für die Nashörner, das 2007 fertig sein soll mit einer erlebnisorientierten Umgestaltung weiter aufzuwerten. Hierzu gehört das bereits fertig gestellte Mombasa-Kinderland, der Bau von Takamanda für Gorillas, Schimpansen und Zwergflusspferde - und in 2009 der unterirdische Zoo als Verbindung zwischen Zoo und Museum.

" Da der Reiz des Zoos signifikant steigt, können wir den Wegfall des Zuschusses durch eine moderate Erhöhung der Eintrittspreise kompensieren", ist sich Busemann sicher. Das Tagesticket wird voraussichtlich um einen Euro teurer. Die Jahreskarte werde aber die günstigste in deutschen Großzoos bleiben. Nicht ohne Stolz weist Busemann darauf hin, dass seine Einrichtung bundesweit die niedrigste Zuschussquote aufweist. In Osnabrück steht die Kommune ihrem Klassenprimus im Fach Tourismus derzeit mit 15 Prozent Zuschuss pro anno zur Seite. Diese Summe wird sich durch das neue Modell auf etwa sieben Prozent reduzieren.

Silberrücken heißen die älteren männlichen Gorillas, die in die Takamanda-Anlace einziehen sollen.

Knuffig anzusehen sind die Zwergflusspferde. Sie sollen auch unter Wasser zu bewundern sein. Fotos: dpa
Autor:
dk


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